Mikaela Shiffrin schreibt Gesamtweltcup schon jetzt ab!
Am Samstag starten Mikaela Shiffrin und Co. in die neue Saison. An einen siebten Gesamtweltcupsieg denkt die US-Amerikanerin nicht.

Das Wichtigste in Kürze
- Mikaela Shiffrin setzt diesen Winter stärker auf Riesenslalom und Super-G und fährt weniger Slaloms.
- Mit mehr Erholung will die 31-Jährige auch ihre Karriere verlängern.
- Einen siebten Gesamtweltcupsieg hält Shiffrin für unwahrscheinlich – stattdessen hat sie eine klare Favoritin.
Kurz vor dem Saisonstart überrascht Mikaela Shiffrin mit einer Aussage: Als Favoritin auf den Gesamtweltcup sehe sie sich nicht mehr, denn ihre «Prime Time»-Phase sei wohl vorbei.
Die sechsfache Gesamtweltcupsiegerin hatte vor Wochen angekündigt, diesen Winter weniger Slaloms zu bestreiten. Stattdessen gelte ihr Fokus den Disziplinen Riesenslalom und Super-G. In der Sendung «Sport & Talk» von «ServusTV» erklärt sie nun, was es mit ihrer «Entdeckungs-Saison» in sich hat.
«Manchmal verspürt man so ein Kribbeln im Herzen. Das hatte ich in meiner Karriere so noch nie», sagt die 31-Jährige. Im Riesenslalom und Super-G sieht sie noch viel Potenzial in sich.

Mit den Anpassungen will die Dominatorin des letzten Jahrzehnts aber auch ihre Karriere verlängern. «Hoffentlich kann ich zu einigen Zeitpunkten der Saison ein paar Tage freinehmen, um ins Fitnessstudio zu gehen oder zu regenerieren.»
Dadurch erhoffe sie sich eine positive Auswirkung auf ihren Körper und ihre Langlebigkeit im Sport, so Mikaela Shiffrin. «Es fühlte sich an, als müsse sich etwas ändern. Und ich musste herausfinden, was mich jeden einzelnen Tag dazu bringt, zum Training zu gehen.»
Mikaela Shiffrin: «Sehe mich nicht als Anwärterin»
Die Entscheidung, mit dem Slalom ihre beste Disziplin zu vernachlässigen, hat Shiffrin ohne Rücksicht auf mögliche Rekorde getroffen. Mit einem siebten Gesamtweltcupsieg könnte sie alleinige Rekordhalterin der Frauen werden, mit einem achten gar zu Marcel Hirscher aufschliessen.

«Mir sind diese Rekorde bewusst», sagt die US-Amerikanerin. «Wenn ich wirklich stark Ski fahre und gegen Mitte oder Ende Saison in einer Position bin, um um den Gesamtweltcup zu fahren, dann denke ich vielleicht anders darüber.»
Als Kandidatin für die grosse Kugel sehe sie sich «im Moment» aber nicht. Das zeige auch ihr Blick auf die Konkurrenz, insbesondere die Deutsche Emma Aicher (22). «Sie kommt in diese unglaubliche Phase ihrer Karriere, diese ‹Prime Time›. Ich weiss, wie sich das anfühlt, es war unglaublich», so Shiffrin.

Sie wisse aber, «dass diese Phase mit diesen Fähigkeiten, so glaube ich, für mich vorbei ist. Deshalb sehe ich mich selber nicht wirklich als Anwärterin.»
Saisonstart ist am Samstag im österreichischen Sölden. Der Riesenslalom der Frauen startet um 10 Uhr, der zweite Lauf um 13 Uhr. Einen Tag später lancieren auch die Männer den Weltcup-Winter.
















