Formel 1 plant Regel-Änderung nur für Qualifying – Rennen gut genug?
Die Verantwortlichen in der Formel 1 sind zufrieden mit der Renn-Action durch die neuen Autos. Anpassungen wird es geben – aber nur für das Qualifying.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Formel-1-Teamchefs sind nach zwei Rennwochenenden zufrieden mit den neuen Regeln.
- Im Rennen sorgen die neuen Autos für Zweikämpfe und Überholmanöver.
- Justiert werden soll trotzdem – allerdings nur für das Qualifying.
Dass die Formel 1 vor dem Japan-GP kommende Woche keine drastischen Änderungen umsetzen würde, war bekannt. Die angekündigte Standort-Bestimmung nach dem China-Grand-Prix hat trotzdem stattgefunden. Und es zeichnet sich ab, dass die Verantwortlichen mit der «neuen» Formel 1 durchaus zufrieden sind.
Vor allem die Renn-Action wurde in einer Besprechung der Teamchefs einstimmig gelobt. Die neue Auto-Generation erlaubt mehr Überholmanöver und Rad-an-Rad-Duelle. Vor allem in China war das mit dem Vierkampf zwischen Mercedes und Ferrari deutlich sichtbar. Besonders das Duell zwischen Charles Leclerc und Lewis Hamilton begeisterte die Fans.

Das tröstet die Verantwortlichen auch über die scharfe Kritik hinweg, dass sich das Racing «künstlich» anfühle. Denn viele der Überholmanöver entstehen durch unterschiedliche Herangehensweisen beim Energie-Management. So entsteht teilweise eine Art Jojo-Effekt, weil die Batterien zu unterschiedlichen Zeitpunkten entladen werden.
Positiver Eindruck von der neuen Formel 1
Insgesamt soll der Tenor unter den Teamchefs in China aber sehr positiv gewesen sein. Dementsprechend sind zumindest vorerst keine Anpassungen am Reglement geplant. Sollte sich das Bild im Saisonverlauf verschieben, bliebe aber weiterhin die Möglichkeit, an den Vorgaben für den Hybrid-Antrieb zu justieren.

Sehr wohl geplant sind aber Anpassungen für das Qualifying – denn hier schwächelt die neue Formel 1: Selbst auf einer einzigen fliegenden Runde sind die Fahrer zum Energie-Management gezwungen. Und das, wo die Autos doch im Quali-Modus ihre maximale Performance abrufen sollten.
Wie werden die Qualifying-Probleme gelöst?
Hier wollen die Verantwortlichen ansetzen – allerdings erst in der mehrwöchigen Zwangspause nach dem Japan-GP. Durch den Ausfall der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien haben Teams, Fahrer und FIA reichlich Zeit für Änderungen. Das Ziel ist es, dass die Qualifying-Runden das volle Potenzial der Autos ausschöpfen.

Wie genau das bewerkstelligt werden könnte, ist aber noch unklar. Denkbar wäre eine Erhöhung des Super-Clipping-Limits, damit die Batterien voll aufgeladen werden können. Alternativ könnte im Qualifying auch der Hybrid-Anteil reduziert werden. Das würde zwar Leistung kosten, den Fahrern aber auch erlauben, die ganze Runde mit Vollgas zu fahren.
















