Formel 1: Nach Verstappen wechselt nächster Fahrer ins GT3-Auto!
Die Formel 1 macht nach dem Japan-GP unfreiwillig einen Monat Pause. Nach Max Verstappen macht nun auch ein anderer Grand-Prix-Star einen GT3-Ausflug.

Das Wichtigste in Kürze
- Lance Stroll wagt einen Motorsport-Ausflug abseits der Formel 1.
- Während der Kalender-Pause durch die Nahost-Absagen fährt der Kanadier ein GT3-Rennen.
- Starten er und Max Verstappen damit einen Trend in der Königsklasse?
Zum Beginn der unfreiwilligen Frühlings-Pause in der Formel 1 gibt es eine kleine Überraschung: Nach Max Verstappen wechselt noch ein zweiter Grand-Prix-Pilot für einen kleinen Renn-Ausflug die Klasse. Und wie beim Holländer auf der Nordschleife wird auch dieser Ausflug in der GT3-Klasse stattfinden.
Die Rede ist von Aston-Martin-Pilot Lance Stroll. Der Kanadier wird aber nicht wie Verstappen auf dem berüchtigten Nürburgring ins Auto klettern. Stattdessen absolviert der Sohn von Aston-Martin-Eigentümer Lawrence Stroll sein Debüt im GT3-Renner in der GT World Challenge.

Stroll wird dort am kommenden Wochenende rund um den 12. April die beiden Rennen in der GTWC Europe im französischen Le Castellet bestreiten. Dabei sitzt der 27-jährige Kanadier – wenig überraschend – am Steuer eines Aston Martin. Er wird für das belgische Team Comtoyou Racing einen Aston Martin Vantage GT3 pilotieren.
Auch Stroll-Teamkollege fuhr in der Formel 1
Stroll bestreitet den Saisonstart der GTWC Europe in Frankreich auch nicht alleine: Der Kanadier teilt sich das Cockpit seines GT3-Aston-Martin mit Ex-Formel-1-Pilot Roberto Merhi. Komplettiert wird das Fahrer-Trio von Formel-3-Rennsieger Mari Boya. Der Spanier gehört zum Nachwuchskader von Aston Martin.

Es ist nicht der erste Ausflug von Stroll abseits der Formel 1 und deren Nachwuchsklassen. Im Jahr 2016 bestritt der Kanadier die 24 Stunden von Daytona in einem Ganassi-Ford-Prototypen. Zwei Jahre später machte er erneut einen Auftritt beim Langstrecken-Klassiker am Steuer eines LMP2-Oreca im Team von Jackie Chan.
Eine schlechte Nachricht für die Königsklasse?
Ausflüge von Formel-1-Piloten in andere Rennserien gehören in der jüngeren Vergangenheit zu den absoluten Ausnahmen. Eine davon war Nico Hülkenberg, der 2015 die 24 Stunden von Le Mans für Porsche bestritt (und gewann). Und Verstappen bestreitet in diesem Jahr den 24-Stunden-Klassiker auf der Nordschleife.

Für die Formel 1 ist das angesichts eines massiv umstrittenen neuen Reglements kein gutes Signal. Wenn Grand-Prix-Stars sich andernorts «echtes Racing» suchen müssen, spricht das Bände über den Zustand der Königsklasse. Zumal auch andere Rennserien schon damit werben, frei vom «Energie-Chaos» der Formel 1 zu sein ...
















