Formel 1: Mercedes droht Ärger – FIA leitet Untersuchung ein!
Fährt Mercedes in der Formel 1 mit einem illegalen Frontflügel? Vor dem Japan-GP untersucht die FIA die aktive Aerodynamik am Silberpfeil.

Das Wichtigste in Kürze
- Mercedes droht in der Formel 1 neuer Ärger mit den Regelhütern.
- Ein Konkurrent hat die Silberpfeile offenbar bei der FIA angezeigt.
- Die aktive Aerodynamik am W17 soll nicht regelkonform sein.
Der Zoff rund um die Legalität des Mercedes-Motors ist noch gar nicht final ausgestanden. Aber schon gibt es in der Formel 1 den nächsten Aufreger rund um die Silberpfeile: Vor dem Japan-GP startet die FIA eine Untersuchung in Richtung des Frontflügels am bislang dominanten Mercedes W17.
Zur Erinnerung: Seit dieser Saison setzt die Formel 1 auf eine aktive Aerodynamik an Front- und Heckflügeln. Auf den Geraden dürfen diese – ähnlich wie das abgeschaffte DRS – flachgestellt werden. Das verringert den Luftwiderstand und reduziert den Energieverbrauch bei Top-Speed.

Allerdings ist vorgeschrieben, dass diese aktive Aerodynamik binnen 400 Millisekunden wieder zurück in der Ausgangsposition sein muss. Das überwacht die FIA mit je einem Sensor an Front- und Heckflügel. Und diesen scheint Mercedes mit einem «Zwei-Phasen-System» ausgetrickst zu haben.
Droht Mercedes Ärger mit der FIA?
Nach dem China-GP mussten die Teams ihre Aerodynamik-Designs mit der FIA und der Konkurrenz teilen. Eines der gegnerischen Teams soll den Mercedes-Flügel nun bei den Regelhütern der Formel 1 angezeigt haben. Denn: Der Frontflügel am Silberpfeil klappt innerhalb des Zeitlimits nur weit genug zurück, um den Sensor zu aktivieren.

Vollständig in der neutralen Position ist das Flügel-Element erst rund 0,4 Sekunden später. Mercedes lässt sich also doppelt so lang Zeit, wie es das Reglement vorschreibt. Das bringt in der Bremsphase klare Vorteile mit sich: Die Balance des Autos verschiebt sich spürbar sanfter, was das Risiko von Verbremsern minimiert.
Formel 1 braucht schnelle Klarheit
Dass Teams in der Grauzone des Reglements operieren, gehört zur Formel 1 fest dazu. Die FIA muss nun – idealerweise noch vor dem Japan-GP – entscheiden, ob der Mercedes-Flügel legal ist. Schnellstmöglich Klarheit schaffen wäre auch im Sinne der sportlichen Integrität wichtig.

Denn: Bleibt die Frage nach der Legalität des W17 ungeklärt, droht im Nachgang des Japan-GP juristischer Ärger. Setzt das Team seinen Flügel ein, dürfte die Konkurrenz einen Protest wagen. Dann könnte es Wochen dauern, bis das Resultat aus Suzuka hieb- und stichfest ist – oder noch länger ...
















