Formel 1 – McLaren-Boss: «Hackordnung wird sich nicht gross ändern»

Wie wirken sich die Regeländerungen für 2022 auf die Rangordnung in der Formel 1 aus? McLaren-Teamchef Andreas Seidl rechnet nicht mit grossen Überraschungen.

McLaren Formel 1
McLaren hofft in der Formel 1 auf den Anschluss an die Spitzenteams. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In etwas mehr als zwei Monaten beginnen die ersten Formel-1-Testfahrten für 2022.
  • Es ist der Auftakt zu einer neuen Ära mit stark verändertem Reglement.
  • McLaren-Teamchef Andreas Seidl erwartet aber keine Verschiebungen im Machtgefüge.

Die Formel-1-Saison 2021 ist mit einem Knall zu Ende gegangen: In einem kontroversen Finish entthront Max Verstappen den Dauer-Weltmeister Lewis Hamilton. Nach sieben Jahren endet die Dominanz von Mercedes in der Hybrid-Ära.

Hat sich Max Verstappen den WM-Titel verdient?

Gerade rechtzeitig zur nächsten grossen Regel-Revolution – und der nächsten Chance für eine Verschiebung im Kräfteverhältnis. Denn 2022 macht die Formel 1 die wohl grösste Regel-Umstellung der Neuzeit durch.

Neuer Look für die Formel 1 im neuen Jahr

Die Ground-Effect-Philosophie der 80er-Jahre feiert ein Comeback, zudem wird auf 18-Zoll-Reifen umgestellt. Insgesamt stellen die Autos der kommenden Generation einen massiven Schritt weg von den aktuellen Rennern dar.

McLaren Formel 1 2022
So könnte ein McLaren im kommenden Jahr mit den neuen Regeln in der Formel 1 aussehen. - Nau.ch

McLaren-Teamchef Andreas Seidl glaubt aber nicht daran, dass die Rangordnung in der Formel 1 davon gross beeinflusst wird. Gegenüber «Motorsport-Total.com» meint der Deutsche, dass das Kräfteverhältnis in etwa das gleiche bleiben dürfte.

«Was lässt mich glauben, dass sich die Hackordnung nicht grossartig ändern wird? Ich glaube, dass es in der Formel 1 heutzutage keine Magie mehr gibt», so Seidl. «Es gibt einen Grund, warum die Teams, die vor uns fahren, vor uns fahren.»

Keine Wunderwaffen trotz neuen Reglements

Anders als früher könne man nicht mehr auf einen einzigen genialen Einfall als Wunderwaffe hoffen. «Sie haben etablierte Strukturen in Bezug auf Organisation, Personal, Arbeitsweise und Entwicklung der Autos. Das können sie voll ausnutzen», so Seidl über die Konkurrenz.

McLaren Seidl Formel 1
Andreas Seidl ist Teamchef von McLaren in der Formel 1. - McLaren Racing

McLaren sei in seiner aktuellen Form noch ein sehr junges Team. «Wir haben schon grosse Schritte gemacht im Vergleich zu vor zwei Jahren. Ich weiss, dass wir noch grosse Schritte machen müssen, um mit Red Bull und Mercedes zu kämpfen.»

Die Regeländerungen würden zwar Möglichkeiten eröffnen – aber eben auch für die grossen Teams. «Die machen einfach einen besseren Job mit allem, was sie haben», lobt Seidl. «Deshalb habe ich diese realistische Sichtweise.»

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