Formel 1: Rückkehr zu V8-Motoren rückt näher – erste Details bekannt
Die nächste Motoren-Generation der Formel 1 nimmt Gestalt an: Der Wunsch der Fans nach V8-Motoren wird erfüllt – allerdings gibt es dabei einen Haken.

Das Wichtigste in Kürze
- Die ersten Details zur nächsten Motoren-Generation der Formel 1 sind mittlerweile bekannt.
- Die V6-Turbo-Hybridmotoren haben ausgedient, spätestens ab 2031 kommen wieder V8-Motoren zum Einsatz.
- Aber: Sowohl der Turbolader als auch der Hybrid bleiben – allerdings deutlich weniger prominent.
Die Formel 1 kämpft seit Saisonbeginn mit einem missglückten Motoren-Reglement: Den aktuellen V6-Turbo-Hybridantrieben geht auf langen Geraden die elektrische Leistung aus. Weil aus den Batterien fast die Hälfte der Motorleistung kommt, verliert die Formel 1 selbst bei Vollgas an Top-Speed.
Erste Regel-Anpassungen haben bereits diese Saison gegriffen – und die Probleme ein wenig reduziert. In Baku dürften sie am Wochenende aber wieder deutlich spürbar werden. Für die kommenden Jahre sind stufenweise weitere Anpassungen geplant, ganz lösen lässt sich das Problem aber nicht.

Auch deshalb richtet die Formel 1 den Blick auf die nächste Motoren-Generation, die spätestens 2031 eingeführt werden soll. Und sie wird, soviel lässt sich schon jetzt sagen, einen enormen Umbruch darstellen. Denn die V6-Hybrid-Antriebe, die seit 2014 eingesetzt werden, gehören dann der Vergangenheit an.
V8-Motoren kehren zurück – mit einem Haken
Die FIA und die Formel-1-Verantwortlichen erhören einen lange gehegten Wunsch der Fans: Die Motoren der Zukunft sind V8-Motoren mit einer deutlich reduzierten Hybrid-Komponente. Kleiner Haken: Auch in Zukunft wird die Motorsport-Königsklasse auf Turbomotoren setzen.

Die Kern-Architektur der nächsten Triebwerks-Generation steht: Es werden 3,0-Liter-V8-Motoren mit einem kleineren Turbolader als bisher benötigt. Notwendig ist der Turbo vor allem aus Lautstärke-Gründen. Ein V8-Saugmotor wäre für die Stadtkurse der modernen Formel 1 schlichtweg zu laut.
Die «neue» Formel 1 wird leichter – und kleiner?
Und wenig überraschend wird auch die Hybrid-Komponente erhalten bleiben – wenngleich deutlich weniger prominent als bisher. Statt wie aktuell 350 kW soll der Elektromotor in der nächsten Motoren-Generation nur noch 100 kW liefern. Das verkleinert die Batterien und spart Gewicht.

Apropos Gewicht – hier hat sich die FIA ein ambitioniertes Ziel gesteckt: Rund 50 Kilogramm leichter sollen die nächsten Motoren insgesamt werden. Damit würden die Autos von aktuell 768 Kilo auf rund 720 Kilogramm schrumpfen. Zugleich sollen die F1-Renner auch noch etwas kürzer werden als aktuell.















