Ferrari brachte für die Schlussphase der Formel-1-Saison noch einen neuen Motor. Der scheint die Scuderia zur dritten Kraft gemacht zu haben.
Scuderia Ferrari
Carlos Sainz (Scuderia Ferrari) vor Lando Norris (McLaren) beim US-Grand-Prix der Formel 1. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ferrari hat im Kampf um Platz drei in der Formel 1 zu McLaren aufgeschlossen.
  • Dank eines Motoren-Upgrades lag die Scuderia in der Türkei und in den USA klar voran.
  • McLaren-Star Lando Norris glaubt, dass Ferrari nun sogar deutlich schneller ist.

An der Spitze der Formel-1-WM liefern sich Mercedes und Red Bull Racing einen packenden Titelkampf. Erstmals seit Beginn der Hybrid-Ära im Jahr 2014 werden die Silberpfeile im Kampf um die Krone so richtig gefordert.

Wer wird Weltmeister in der Formel 1?

Hinter den beiden Spitzenteams der Motorsport-Königsklasse klafft eine Lücke zum Rest des Feldes. Aber der Kampf um Platz drei ist ähnlich spannend wie jener um die beiden Weltmeister-Titel für Fahrer und Konstrukteure.

Enges Duell um Platz drei in der WM

Beim Italien-GP in Monza brachte sich McLaren mit einem sensationellen Doppelsieg als dritte Kraft in Stellung. Seither ging es für das britische Traditionsteam aber eher rückwärts. Stattdessen hat Ferrari zunehmend aufgeschlossen – und McLaren wohl überholt.

Grund dafür ist ein Motoren-Upgrade, das die Scuderia nach dem Heimrennen in Italien bei ihren Rennern einbaute. In der Türkei und in den USA holte Charles Leclerc jeweils den vierten Platz. Norris wurde in Istanbul Siebter, Ricciardo holte in Austin den fünften Platz.

Charles Leclerc Ferrari USA
Charles Leclerc (Ferrari) bei der Pressekonferenz vor dem US-Grand-Prix der Formel 1. - keystone

In der Konstrukteurswertung ist Ferrari damit bis auf dreieinhalb Punkte an McLaren herangerückt. Und in Woking ist man sich sicher: Aktuell sind die Italiener im Kampf um Rang drei deutlich stärker aufgestellt.

«Im Vergleich zu Ferrari fehlt uns Tempo»

«Ferrari war ganz offensichtlich deutlich schneller als wir», resümierte Lando Norris nach dem US-Grand-Prix. «Wenn Sainz noch vor Daniel gewesen wäre, wäre er genauso davongefahren wie Leclerc. Im Vergleich hat uns das ganze Wochenende Tempo gefehlt.»

Ferrari McLaren Formel 1
Carlos Sainz (Ferrari) vor Lando Norris (McLaren) beim Russland-GP der Formel 1. - Keystone

Der Brite sieht McLaren gegenüber der Scuderia nun deutlich im Nachteil. «Sie sind uns definitiv ein Stück voraus, zumindest im Moment. Zwar nicht in allen Bereichen, aber ihr Auto ist ein bisschen konstanter und fahrbarer als unseres.»

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