Die zweifache 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya hat bei ihrem überraschenden Start in Regensburg erneut die Qualifikation für die Sommerspiele in Tokio verpasst.
Caster Semenya hat erneut die Olympia-Norm über die 5000 Meter verpasst. Foto: Stefan Puchner/dpa
Caster Semenya hat erneut die Olympia-Norm über die 5000 Meter verpasst. Foto: Stefan Puchner/dpa - dpa-infocom GmbH

Die 30 Jahre alte Südafrikanerin blieb am Samstagabend über 5000 Meter trotz einer Tempomacherin in 15:57,12 Minuten deutlich über den geforderten 15:10,00 und wurde Vierte.

Das Rennen gewann die Regensburgerin Miriam Dattke, die die letzten sechs Runde im Alleingang absolvierte und nach 15:34,92 Minuten ins Ziel kam. Semenya hatte schon zuvor bei zwei Rennen über diese Distanz in Pretoria am 27. März (16:14,43 Minuten) und am 15. April (15:52,28) den olympischen Richtwert auf ihrer Ausweichdistanz jeweils verfehlt.

Nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichts CAS von Mai 2019 zum Testosteron-Limit für Mittelstreckenläuferinnen mit intersexuellen Anlagen darf die 800-Meter-Spezialistin nicht mehr bei Wettbewerben zwischen 400 Metern und einer Meile starten. Es sei denn, sie senkt ihren natürlichen Testosteron-Wert durch Medikamente, was Semenya ablehnt. Beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg hat die dreimalige Weltmeisterin eine Klage wegen Diskriminierung, herabwürdigender Behandlung sowie Missachtung ihres Privatlebens angestrengt.

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