Impfung gegen Meningokokken gilt jetzt auch für Jugendliche
In Deutschland gilt eine neue Empfehlung zur Impfung gegen Meningokokken für 12- bis 14-Jährige. Sie soll schwere Krankheitsverläufe verhindern.

Für Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren gilt nun eine offizielle Impfempfehlung gegen die Serogruppen A, C, W und Y. Ziel ist es, diese Altersgruppe besser vor schweren invasiven Erkrankungen zu schützen.
Die Empfehlung basiert auf einer Entscheidung der Ständigen Impfkommission, die eine Ausweitung des Impfschutzes für Jugendliche befürwortet hat. Der entsprechende Beschluss wurde inzwischen offiziell in die Schutzimpfungs-Richtlinie aufgenommen und verbindlich umgesetzt.
Wie «Biermann Medizin» berichtet, ist die entsprechende Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie offiziell in Kraft getreten. Damit besteht nun ein klar geregelter Anspruch auf diese Impfung, sodass die Kostenübernahme und Durchführung bundesweit einheitlich abgesichert sind.
Umsetzung der neuen Impfung und Nachholregelungen
Die neue Empfehlung wurde bundesweit in die bestehende Schutzimpfungs-Richtlinie aufgenommen und verbindlich in das reguläre Impfprogramm integriert. Arztpraxen können die Impfung damit regulär über die gesetzlichen Krankenkassen abrechnen.
Versäumte Impfungen können bis zum vollendeten 25. Lebensjahr nachgeholt werden, sofern sie im empfohlenen Alter nicht erfolgt sind. Auf diese Weise sollen bestehende Impflücken gezielt erkannt und langfristig geschlossen werden.
«MV-Online» zufolge können die quadrivalenten MenACWY-Impfstoffe ausserdem mit anderen empfohlenen Jugendimpfungen kombiniert werden. Das erleichtert die organisatorische Umsetzung in Arztpraxen erheblich, da mehrere Impfungen in einem Termin koordiniert und durchgeführt werden können.
Risiken der Erkrankung
Invasive Meningokokken-Erkrankungen treten zwar selten auf, verlaufen jedoch häufig besonders schwer. Sie können sich innerhalb weniger Stunden dramatisch verschlechtern.

Die Bakterien können Hirnhautentzündungen oder schwere Blutvergiftungen verursachen. Selbst bei schneller Behandlung sind bleibende Schäden möglich.
Wie «upday» hervorhebt, liegt die Sterblichkeitsrate in schweren Fällen bei bis zu 15 Prozent. Die neue Impfempfehlung soll daher auch die Weiterverbreitung der Erreger eindämmen.












