YB: Seoane freut sich über Effizienz gegen den FCZ
Gerardo Seoane zeigt sich nach dem 4:2-Sieg gegen den FCZ zufrieden mit der Effizienz seines YB, er ärgert sich aber über die wackelige Schlussphase.
00:00 / 00:00
Das Wichtigste in Kürze
- Seoane lobt die Effizienz von YB, kritisiert aber die schwache Defensivarbeit zum Schluss.
- Der Trainer erklärt, YB habe gegen den FCZ-Block zunächst Mühe gehabt, Lösungen zu finden.
- FCZ-Trainer Marcel Koller sprach von einer unnötigen Pleite wegen mangelnder Konsequenz.
YB hat den FCZ im Letzigrund mit 4:2 bezwungen. Doch nach Spielschluss war die Freude bei Trainer Gerardo Seoane nicht ungetrübt. Auf die Frage, ob ihm eher die Freude über die Effizienz oder der Ärger über die turbulente Schlussphase im Kopf herumschwirre, antwortete Seoane differenziert.
«Ich freue mich sicherlich über die Effizienz, dass wir diese Situationen, die wir herausgespielt haben, auch zum Teil ein wenig forciert haben, dass wir dort effizient in den Abschluss gingen», sagte der YB-Trainer.
Weniger zufrieden zeigte er sich mit dem Schlussabschnitt, in dem Zürich noch einmal herankam und beinahe für einen Nervenkrimi sorgte. Nur ein weiteres Gegentor hätte gereicht, um den Anschluss auf 3:4 herzustellen.
Es ist ein Szenario, das laut Seoane ein «psychisches Spiel» ausgelöst hätte, verstärkt durch die lange Nachspielzeit. Auch die Ballverteidigung in dieser Phase habe ihn gestört, so der Trainer weiter.
Trainer von YB lobt Hattrick-Schütze Fassnacht
Zum Höhenflug von Christian Fassnacht, der mit drei Toren und seinem 100. Super-League-Treffer den Unterschied ausmachte, sagte Seoane, man kenne dessen grösste Qualität: Den Abschluss.
Der Flügelspieler sei zuletzt seltener zum Abschluss gekommen, das sei bei ihm aber immer nur eine Frage der Zeit gewesen. Seoane rechnet damit, dass Fassnacht auch diese Saison wieder unter den besten Torschützen der Liga zu finden sein wird.
00:00 / 00:00
In der Spielanalyse ordnete YB-Trainer Seoane den Auftritt seines Teams gegen den kompakten FCZ-Block ein: Zunächst habe man Mühe gehabt, die Tiefe in den Zwischenräumen zu bespielen, was zu Ballverlusten und gefährlichen Umschaltmomenten des FCZ geführt habe – auch beim Gegentor zum 0:1.
Nach einer besseren Stunde mit saubererem Ballbesitz, sei man vorne konsequent gewesen. Ein deutlicher Kontrast zum Basel-Spiel, in dem YB viel produziert, aber wenig verwertet habe.
YB-Seoane: «Wir kalkulieren, dass wir Tore schiessen»
Auch, wenn es zum Schluss nochmal etwas brenzlig wurde, sieht der YB-Coach das Glas lieber halb voll. «Wir haben offensiv gespielt und vier Tore erzielt.» Er betonte aber auch, dass er mit der eigenen Offensivarbeit nicht restlos glücklich gewesen sei.
«Wir kalkulieren kein Gegentor, aber wir kalkulieren, dass wir Tore schiessen, egal was das Resultat ist», erklärte Seoane das Mindset seines Teams. Man wolle Spieler mit Selbstvertrauen entwickeln und sich von gelegentlichen Gegentoren nicht verunsichern lassen – auch wenn intern weiter an den Defiziten gearbeitet werde.
00:00 / 00:00
Ganz anders fiel die Bilanz auf der Gegenseite aus: FCZ-Trainer Marcel Koller sprach von einer «völlig unnötigen Niederlage» und bemängelte fehlende Konsequenz sowohl in der Abwehr als auch im Abschluss.
So geht's weiter
Für YB steht am Samstag (18:00 Uhr) das Heimspiel gegen Luzern auf dem Programm. Auf den FC Zürich wartet am Samstagabend das erste Derby der Saison gegen GC.












