YB schiesst Meister FC Thun in spektakulärem Kantonsderby 8:3 ab
Das letzte Berner Kantonsderby der Saison sorgt für grosse Unterhaltung. YB gewinnt beim FC Thun mit 8:3. Nach dem Spiel jubeln trotzdem die Thuner – mit Pokal.

Das Wichtigste in Kürze
- Der FC Thun unterliegt YB mit 3:8.
- Essende bringt die Gäste früh in Führung – Rastoder dreht die Partie durch zwei Tore.
- Doch Essende und Sanches sorgen für die nächste Wende, Thuns Bürki sieht Rot.
- Es folgen zahlreiche weitere Tore und ein weiterer Platzverweis gegen Thuns Bamert.
Der kleine FC Thun wird Schweizer Meister, das grosse YB verpasst die europäischen Plätze. Beim letzten Direktduell der Saison setzten die Stadtberner aber nochmal ein Statement ab: Mit 8:3 gewinnt YB das Kantonsderby in Thun.

So lange musste Winter-Zugang Essende auf sein erstes Tor für YB warten – gegen Thun geht es aber ganz schnell: Der Stürmer wird von Lauper in den Strafraum geschickt, überläuft Bürki problemlos und schiebt an Steffen vorbei.
FC Thun dreht Spiel mit Rastoder-Doppelpack
Es ist das 1:0 in der allerersten Spielminute. In der Folge versuchen die Thuner zu antworten, YB-Goalie Keller hält die zaghaften Abschlussversuche problemlos. In der elften Minute sieht das anders aus: Rastoder entwischt Lauper und schliesst vor Keller eiskalt ab.
Nur zwei Minuten später geht der Thuner Knipser schon wieder vergessen. Bukinac verliert den Ball, Heule flankt und Rastoder kann mutterseelenallein einköpfeln. Der Meister hat die Partie kurzerhand gedreht.

Anders als die Thuner können die Young Boys in Rückstand nicht zurückschlagen. Sie verhalten sich eher passiv. So ist es Heule, der die nächste Top-Chance verzeichnet: Der Thun-Verteidiger verfehlt das Tor mit seinem Schuss auf den langen Pfosten nur knapp.
YB dreht Partie wieder – Bürki fliegt
Dann hilft ausgerechnet YB-Leihspieler Imeri den Bernern mit einem Foul im Strafraum. Er steht Males auf den Fuss – Penalty. Diesen verwandelt Essende zum 2:2. Jetzt läuft der Stürmer richtig heiss: Mit der Hacke legt er den Ball vor, umkurvt Steffen und schiebt ein.
Es ist eine traumhafte Einzelleistung – dem vermeintlichen Führungstor ging aber ein Foulspiel gegen Bamert voraus. Trotzdem fällt das 3:2 noch: Nach Traumpass von Fernandes ist Sanches frei durch und schiebt zur Pausenführung ein.

Damit nicht genug. Thun-Captain Bürki fliegt in der Nachspielzeit noch vom Platz. Er springt mit dem Ellenbogen in den Kopf von Sanches – der VAR meldet sich und Bürki sieht Rot.
YB schiesst den Meister ab
Die nächste Schiedsrichter-Entscheidung bringt den FC Thun erneut in die Bredouille: Käit trifft Essende im Strafraum an der Hacke. Essende verwandelt eiskalt und macht seinen Hattrick doch noch perfekt.
Damit ist diese Partie entschieden. Die Thuner versuchen sich nochmal offensiv in Szene zu setzen, sind in Unterzahl aber arg limitiert. So fällt das nächste Tor stattdessen wieder auf der Gegenseite: Der eingewechselte Virginius haut den Ball traumhaft unter die Latte.

Kurz danach chippt Sanches den Ball vermeintlich aufs Tor – Heule rettet aber noch auf der Linie. Minuten später steckt Sanches stark für Fassnacht durch, der eiskalt abschliesst. YB erhöht auf 6:2 – Thun-Goalie Steffen ist der Frust ins Gesicht geschrieben.
Rot, Penalty, Freistoss-Knaller und Volley-Tor
Doch damit noch nicht genug. Bamert verstolpert den Ball als letzter Mann und zieht dann im Strafraum die Notbremse. Rot und Penalty gegen den FC Thun. Bedia versenkt den Ball aus elf Metern.
Aber auch mit zwei Mann in Unterzahl können die Thuner Fans noch über ein eigenes Tor jubeln. Einmal mehr zirkelt Bertone einen Freistoss in die Maschen.

Auf der Gegenseite stellt Fassnacht per Volley nach einem Eckball die Fünf-Tore-Führung wieder her. Mehrfach schlittern die Berner in der Folge auch noch an einem neunten Treffer vorbei. Es bleibt beim unglaublichen 8:3-Endstand.
Der FC Thun beendet seine Saison in der Super League mit einem Auswärtsspiel: Der Meister reist am Sonntag zum FC St.Gallen (16.30 Uhr). Zeitgleich empfängt YB im Wankdorf den FC Sion.












