YB kassiert Heimpleite gegen Lausanne – VAR bringt Rot und Penalty
Zum Jahresauftakt muss YB eine bittere Heim-Niederlage hinnehmen. Die Berner unterliegen Lausanne mit 1:3 – auch weil Youngster Mambwa (17) vom Platz fliegt.

Das Wichtigste in Kürze
- YB bleibt gegen den FC Lausanne-Sport punktlos: Die Berner unterliegen mit 1:3.
- Butler-Oyedeji schiesst die Gäste in Führung, YB findet durch Bedia den Ausgleich.
- Eine Rote Karte gegen Mambwa und ein Strafraum-Hands von Benito besiegeln die Niederlage.
Die Berner Ziele einer Aufholjagd 2026 erhalten früh den ersten Dämpfer: Gegen den FC Lausanne-Sport kassiert YB eine 1:3-Heimpleite. Eine Rote Karte und ein Penalty direkt vor der Pause entscheiden die Partie. Spieler und Trainer zeigen sich nach dem Spiel frustriert.
So meint etwa Loris Benito gegenüber «SRF: «Wir hatten uns viel vorgenommen. Ich glaube nicht, dass alles schlecht war – wir haben uns aber einen Bärendienst mit der Roten Karte erwiesen.» Der Captain spricht die schwächelnde Defensive an und betont: «Das Thema begleitet uns schon die ganze Saison.»
Christian Fassnacht fasst seine Analyse wie folgt zusammen: «Wir haben gut und intensiv in der Vorbereitung gearbeitet. Heute ist aber wieder alles zusammengekommen, was wir im letzten Jahr falsch gemacht haben.» Es sei schwierig im Moment, die richtigen Worte zu finden, so der Routinier. «Wir müssen weiter über die Bücher gehen und Schritt für Schritt aus diesem Scheiss herauskommen.»

YB-Trainer Gerardo Seoane sagt: «Es ist nicht das Resultat, das wir uns erhofft haben.» YB sei nicht gut ins Spiel gekommen. «Wir waren weder defensiv griffig, noch ballsicher.» Der Trainer betont, dass YB nicht lange Zeit zu «lamentieren» habe und vorausschauen müsse.
Lausanne geht in Führung – YB-Reaktion bleibt aus
Zu Beginn der Partie lässt es YB ruhig angehen, während sich Lausanne aufsässig zeigt. Dann kommt die 16. Minute: Eine Hereingabe prallt an Wüthrich ab, Traore reagiert am schnellsten und zieht ab, Keller hält, doch Butler-Oyedeji verwertet den Nachschuss.

Eine vehemente Reaktion lassen die Berner vermissen, das Spiel bleibt ereignisarm. Erst nach einer halben Stunde wird das Heimteam etwas aktiver: Goalie Letica und die Lausanner Defensive halten aber problemlos stand.
Ausgleich durch Bedia – dann VAR-Ärger für YB
Gegen Ende der Halbzeit taut YB auf, aber ohne, sich zu belohnen. Sanches verschludert eine Konterchance und Fassnacht verzieht mit einem Schlenzer deutlich. Dann aber fällt der Ausgleich: Fassnacht bringt den Ball präzise zur Mitte, wo Bedia einschiesst.
Unter anderem durch einen Sanches-Freistoss kommt YB der Führung nahe. Doch dann wendet sich das Blatt erneut: Der 17-Jährige YB-Verteidiger Mambwa fliegt nach einer riskanten Grätsche gegen Traore vom Platz.
Der VAR hatte sich gemeldet. Und Minuten später schaltet sich der Videoschiri wieder ein – erneut gegen YB. Benito hatte im eigenen Strafraum einen Schuss mit dem Arm geblockt. Diakite verwertet den fälligen Penalty zum 2:1.
YB liefert Kampf in Unterzahl
Trotz Unterzahl startet YB schwungvoll in die zweite Halbzeit. Die Berner vermögen sich für ihren Aufwand aber nicht zu belohnen. Von Lausanne kommt aber trotz numerischer Überlegenheit weiterhin wenig: Die Gäste spielen auf Konter.
Plötzlich ist Joker Virginius auf und davon. Doch alleine vor dem Tor, schiesst der Franzose Goalie Letica an. Durch einen Fernschuss von Mollet wird Lausanne brandgefährlich – YB-Keeper Keller lenkt den Ball mit einer spektakulären Flugeinlage an den Pfosten.

Der erst vor wenigen Tagen verpflichtete Janneh sorgt in der 88. Minute dann doch fürs dritte Tor der Gäste: Gegen die aufgerückten Berner hat er viel Platz und sorgt für den 3:1-Endstand.
Für YB geht es am Donnerstag zuhause in der Europa League weiter: Olympique Lyon reist nach Bern. In der Super League wartet am Sonntag das Auswärtsspiel in Thun. Lausanne empfängt am Samstag die Grasshoppers.
















