BSC Young Boys

    YB: Was will uns Chris Bedia mit seinem Torjubel sagen?

    Christoph Böhlen
    Christoph Böhlen

    Bern,

    Neuzugang Samuel Essende (28) steht bei YB erneut in der Startelf – Chris Bedia (29) kommt als Joker und trifft doppelt. Wie ist sein Jubel zu deuten?

    YB
    YB holt drei Punkte gegen den FCZ. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • YB gewinnt sein Heimspiel gegen den FCZ mit 3:0, Joker Chris Bedia trifft doppelt.
    • In der Startelf steht allerdings erneut Neuzugang Samuel Essende.
    • Trainer Gerardo Seoane lobt dessen Volumen und Intensität im Spiel.

    Mit seinen Saisontoren 14 und 15 schliesst Chris Bedia in der Torschützenliste zu Teamkollege Christian Fassnacht auf. Das Problem aus Sicht des Stürmers: Er kommt bei YB zum zweiten Mal in Serie nur als Joker zum Einsatz.

    YB
    Chris Bedia trifft doppelt für YB – und jubelt zweimal gleich. - keystone

    Jubelt Bedia deshalb mit gestrecktem Finger vor seinen Lippen? Interpretationssache.

    Was hältst du von Bedias Jubel-Geste?

    Aber durchaus denkbar, dass der 29-Jährige nicht nur glücklich darüber ist, dass sein Trainer zuletzt auf Samuel Essende setzt. Handkehrum: Ähnliche Jubel-Gesten macht Bedia bereits nach anderen Toren für YB – in Spielen, in denen er in der Startelf steht.

    Zurück zu Samuel Essende. Der Neuzugang aus Augsburg steht bereits in Sion in der Startelf, kann sich dabei aber nicht in Szene setzen.

    YB
    Noch wartet Essende auf sein erstes Tor für YB. - keystone

    Ganz anders beim 3:0-Sieg über den FCZ: Essende ist ein Aktivposten, überzeugt durch seine Physis. Er provoziert die Rote Karte von Lindrit Kamberi – und steht am Ursprung des zweiten Tores.

    Nur ein Treffer fehlt Essende noch. Sein Trainer Gerardo Seoane sagt an der Pressekonferenz: «Da war er noch etwas unglücklich und ungenau.»

    Essende habe ein anderes Profil als Bedia. Letzterer sei im Endabschluss und in der Kaltblütigkeit einen Schritt voraus.

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    Gerardo Seoane lobt Neuzugang Samuel Essende. - keystone

    Bezogen auf den Neuzugang gerät Seoane beinahe ins Schwärmen: «Es ist unangenehm, gegen ihn zu spielen. Er hat eine extreme Robustheit, setzt den Körper gut ein, arbeitet viel für das Team. Er zwingt den Gegner zu Körperkontakt, holt viele Fouls raus.»

    Im Vergleich zu Bedia sagt der Trainer: «Er hat viel mehr Volumen, viel mehr Intensität in seinem Spiel. Das ist für den Gegner zermürbend.»

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    Neuzugang Samuel Essende feiert sein Heimdebüt für YB. - keystone

    Seoane: Hoher Konkurrenzkampf bei YB wichtiger Bestandteil

    Heisst zwischen den Zeilen wohl auch: Bei YB ist man trotz Bedias Torquote nicht vollumfänglich mit dessen Laufleistung und Defensivarbeit zufrieden. So dürfte sich auch erklären, warum Essende direkt nach seiner Ankunft in die Startelf rückte.

    Welchen Stürmer würdest du bei YB in die Startelf stellen?

    Für Gerardo Seoane ist ein anderer Punkt aber wichtig: «Es war ein wichtiger Bestandteil auf dem Weg von YB in den letzten Jahren, dass man einen hohen Konkurrenzkampf hat. Man hofft auf viele Spiele und will rotieren.»

    Mit dem Abgang von Sergio Cordova und dem Transfer von Samuel Essende habe man nun wieder diese Konkurrenzsituation. Die hatte man vorher auch schon und die sei für jeden Spieler gut, so Seoane.

    Zieht YB die Option bei Chris Bedia?

    Und der Trainer lässt eine Türe offen, die auch Bedia gefallen dürfte: «Man hat heute gesehen, dass sie phasenweise auch gemeinsam spielen können.»

    Offen ist, wie lange Chris Bedia noch für YB auflaufen wird. Der Stürmer spielt leihweise in Bern, gehört noch zu Union Berlin. Gemessen an seiner Torquote (26 Tore in 57 Spielen) müsste man diese wohl ziehen.

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    YB hat eine Option zur definitiven Übernahme von Chris Bedia. - keystone

    Stellt sich die Frage, ob sich Bedia mit seiner aktuellen Rolle hinter Essende zufrieden gibt. Je nach dem, wie man seinen Torjubel deuten will.

    Die nächsten Chancen für die beiden Stürmer bieten sich bereits am Mittwoch im Auswärtsspiel gegen den FC Luzern. Und am Sonntag wartet im Wankdorf das Berner Derby gegen den souveränen Leader Thun.

    Kommentare

    User #6183 (nicht angemeldet)

    Die beiden Gel Köpfe werden es schon richten, dass YB verliert.

    User #6360 (nicht angemeldet)

    Für YB wäre es schön in Luzern zu punkten, da am Wochenende die Heimserie im Derby gebrochen wird. Hoooopp Thuuuun!

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