BSC Young Boys

    YB: Contini begegnete Seoane im Büro – und wünschte viel Glück

    Nicola Wittwer
    Nicola Wittwer

    Bern,

    YB wechselte Ende Oktober innert Stunden den Trainer. Weil es so schnell gehen musste, trafen sich der alte und der neue Coach auf der Geschäftsstelle.

    YB
    Christoph Spycher (l) stellt Gerardo Seoane als neuen Trainer von YB vor. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ende Oktober folgte Gerardo Seoane bei YB auf Giorgio Contini.
    • Die beiden Trainer haben sich am Tag des Wechsels sogar getroffen.
    • Der entlassene Contini suchte Nachfolger Seoane auf und zeigte Grösse.

    Seit Ende Oktober amtet bei YB an der Seitenlinie wieder Gerardo Seoane. Der frühere Meister-Trainer folgte auf Giorgio Contini, der nach zu inkonstanten und zu wenig erfolgreichen Resultaten gehen musste.

    YB Giorgio Contini
    Giorgio Contini hatte YB im Winter übernommen und musste nach weniger als einem Jahr wieder gehen. - keystone

    Der Wechsel auf dem Trainerstuhl ging innert Stunden über die Bühne und folgte auf das 3:3 auswärts bei GC. Nach dem Spiel am Donnerstagabend verhandelte YB um Sport-Boss Christoph Spycher mit Seoane bis in die Nacht.

    Entlassener Contini trifft auf Nachfolger Seoane

    Schliesslich konnte man den neuen Trainer am Freitag vorstellen. An diesem Tag war auch Contini auf der Geschäftsstelle der Berner, wo es zum Aufeinandertreffen der beiden Coaches kam.

    YB
    Christoph Spycher erzählt bei blue Sport, was Giorgio Contini seinem Nachfolger bei YB, Gerardo Seoane, sagte. - blue Sport

    «Das war natürlich der Situation geschuldet», erklärt Spycher im Fussball-Talk «Heimspiel» von blue. Das Programm für Freitag habe bereits bestanden, denn schon am Sonntag folgte das Spiel gegen den FC Basel (0:0).

    Er wolle die Mannschaft in solchen Fällen auch immer persönlich informieren, sagt Spycher. Um 11 Uhr traf er sich also mit Contini auf der Geschäftsstelle, um 12 Uhr gab er die News dann dem Team bekannt.

    Spycher erzählt: «Um 14 Uhr haben wir den Vertrag mit Gerry hinter verschlossenen Türen in meinem Büro unterschrieben. Giorgio hat aber erfahren, dass Gerry neuer Trainer wird, klopfte an die Tür und sagte, er wolle Gerry viel Glück wünschen. Das ist eine spezielle Situation, keine Frage.»

    Spycher wollte nicht warten

    Dass der Trainerwechsel noch am Freitag vonstattenging, sei ihm wichtig gewesen.

    Denn: Die Hoffnung auf eine Zukunft mit Contini hat Spycher nach dem GC-Spiel verloren. Deshalb habe er nicht noch das Basel-Spiel und «den richtigen Moment» abwarten wollen. «Ich könnte das nicht. Da bin ich ehrlich.»

    Ist Gerry Seoane der richtige Trainer für YB?

    Der Trainerwechsel war also dringender als jeder anderen, den er bislang erlebt habe, sagt Spycher. «Das ist dem Spielkalender geschuldet.» Verliere man den Glauben, müsse man «dementsprechend handeln. Alles andere könnte und möchte ich nicht».

    Seine Berner stehen nach der Nati-Pause am Samstag wieder im Einsatz. Um 18 Uhr empfängt YB im Wankdorf Schlusslicht Winterthur.

    Kommentare

    User #4493 (nicht angemeldet)

    Was soll denn diese Pfeife beim FCB?

    User #1416 (nicht angemeldet)

    War Malenovic auch dabei gewesen ?

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