WM 2026: Nati-Star überragt – wenige Spieler enttäuschen
Die Schweizer Nati ist an der WM 2026 im Viertelfinal an Argentinien gescheitert. Nau.ch-Fussball-Chefreporter Mischi Wettstein verteilt die Abschlussnoten.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Schweizer Nati scheitert im WM-Viertelfinal an Argentinien.
- Nach dem WM-Aus ist es Zeit, Bilanz zum Auftritt der Schweizer zu ziehen.
- Hier kommt Mischi Wettsteins Nati-Abschlusszeugnis zur WM 2026!
Die Schweizer Nati verabschiedet sich an der WM 2026 im Viertelfinal. Gegen Titelverteidiger Argentinien setzt es eine äusserst bittere 1:3-Niederlage ab. Der grosse Aufreger beim bitteren WM-Aus ist der Platzverweis gegen Breel Embolo wegen einer Schwalbe.

Für die Schweiz ist die WM-Endrunde damit mit einer Enttäuschung zu Ende gegangen. Bis zum bitteren Out gegen den Titelverteidiger lieferte die Yakin-Auswahl aber ein starkes Turnier ab.
Hier kommt das Abschlusszeugnis zum WM-Auftritt der Nati!
Gregor Kobel

Der Stammtorhüter hat bewiesen, dass er ein sicherer Wert zwischen den Pfosten ist – ohne Wenn und Aber. Sein Highlight war sicherlich der gehaltene Penalty im Elfmeterschiessen gegen Kolumbien, der den Weg in den Viertelfinal geebnet hat.
Denis Zakaria

Murat Yakin wollte für Denis Zakaria einen Platz in seiner Startformation finden. Diesen Platz auf der rechten Seite hat er grösstenteils auch wirklich gut gestaltet. Auch mit guten Momenten in der Offensive.
Manuel Akanji

«Manu» steigert sich in die Endrunde hinein und spielt an der WM 2026 ein richtig gutes Turnier. Unsere Abwehr war nur selten zu knacken – auch dank Akanji.
Nico Elvedi

Gegen Kolumbien macht Nico das Spiel seines Lebens! Aber auch davon abgesehen: Die Ruhe in Person, und eine sichere Bank in jedem Spiel.
Ricardo Rodriguez

Seit wie vielen Jahren gehört «Rici» jetzt zur Nati wie das Brot zum Käse! Defensiv bringt Rodriguez nach wie vor die Zuverlässigkeit eines guten Schweizer Uhrwerks.
Fabian Rieder

Sein bester Auftritt war die zweite Halbzeit gegen Kolumbien, wo «Fäbu» im Zentrum spielen konnte. Er hat eine gute WM hingelegt – da müssen wir gar nicht diskutieren.
Remo Freuler

Remo hat an dieser WM in jedem Spiel abgeliefert und sich gnadenlos für seine Mannschaft eingesetzt. Dazu war er in vielen entscheidenden Szenen involviert. Chapeau, Remo!
Granit Xhaka

Selbstverständlich hat der Captain eine gute WM 2026 gespielt. Wenn wir seine eigene Messlatte nehmen, welche immer die Höchste ist: In der Summe gut, aber nicht ganz alles ausgereizt.
Ardon Jashari

Jashari erbt den Platz des verletzten Senkrechtstarters Manzambi in der ersten Hälfte im Achtelfinal. Dort geht er aber verloren – auch, weil es nicht seine beste Position ist. Aber Ardon hat viel Erfahrung gewonnen und wird uns im Nati-Mittelfeld in Zukunft noch viel Freude bereiten. Davon bin ich überzeugt.
Dan Ndoye

Dan ist sicherlich einer der Gewinner in der Nati: Er rennt und schuftet viel, und er macht seine Tore. Im Spiel gegen Argentinien lässt er die Nati mit dem Ausgleich zwischenzeitlich sogar vom Halbfinal träumen …
Breel Embolo

Dass Breel Embolo für die Schweizer Nati wichtig ist, das ist unbestritten. Aber er kann mit seiner WM selbst nicht zufrieden sein: Zu wenige Tore, magere Torgefahr – dazu seine Schwalbe mit der Gelb-Roten Karte, die uns im Viertelfinal entscheidend schwächt. Schiri-Ärger hin oder her: Das war nicht clever – und das weiss er selber.
Johan Manzambi

Er ist der Überflieger in unserer Nati, zeigt bis zu seiner Verletzung ein starkes Turnier. Manzambi hat uns träumen lassen. Er hat das Potenzial, unser neuer Shaqiri zu werden. Seinen anstehenden Wechsel in die Premier League hat er sich verdient. Unfassbar schade, hat er sich verletzt.
Djibril Sow

Er zeigt bei seinen Einsätzen, dass er absolut eine Alternative sein kann. Den Zauberstab packt er aber nicht aus.
Ruben Vargas

Ruben hatte tolle Auftritte. Seinen Elfmeter ins Glück – nämlich in den Viertelfinal – werden wir immer in Erinnerung behalten. Schade aber, dass er der Mannschaft in den KO-Spielen nicht mit voller Intensität über die ganze Spielzeit helfen kann. Die Muskeln machen nicht mehr ganz mit.
Cedric Itten

Mit seinem absolut sicheren Elfmeter-Tor im Penalty-Drama erfüllt «Cedi» seinen Job zu 100 Prozent. Und damit rechtfertigt er auch das Vertrauen von Murat Yakin. Top, «Cedi»!
Silvan Widmer

Widmer ist, wenn er spielt, immer eine Bank. Trainer Murat Yakin weiss ganz genau, was er an «Sile» hat. Wenn das Tempo aber ganz hoch ist, wird es etwas Schwieriger.
Miro Muheim

Er kommt immer dann, wenn Ricardo Rodriguez ausgepumpt vom Platz geht, und macht das ordentlich. In Zukunft gehört Miro ganz sicher auf die linke Seite. Dafür konnte er an dieser WM viel Erfahrung sammeln, was ihn noch weiter bringen wird.
Zeki Amdouni

Kommt in der Verlängerung gegen Kolumbien rein und müsste direkt das 1:0 erzielen. Macht er das, wird er zum Helden – so bleibt es eher bescheiden.
Michel Aebischer

Auf ihn Verlass wie auf einen guten Hausmeister! Er macht seinen Job und weiss genau, an welchen Schrauben er drehen muss. Ein sicherer Wert für unsere Nati. Leider wird er von muskulären Problemen ausgebremst und die halten ihn davon ab, noch mehr WM-Minuten zu sammeln. Aber aus meiner Sicht darf mein Namensvetter «Mischi» stolz auf sein Turnier sein.
Luca Jaquez

Er hat gezeigt, dass er in der Nati eine echte Alternative ist. Luca ist in der Abwehr unser Mann für die Zukunft. Dass es nicht für mehr reicht, liegt auch an muskulären Problemen.
Christian Fassnacht

Sympathie-Bonus für «Fasi»: Er erhält eine Note für jede Minute Einsatzzeit. Wie immer gibt er alles für das Team – auf und neben dem Platz.
Eray Cömert

Eray kommt spät zu seinem ersten Einsatz – aber lieber spät als nie. Er macht seinen Job im Viertelfinal richtig gut und schmeisst alles rein. Doch auch er kann kann gegen die in Überzahl agierenden Argentinier nicht viel ausrichten.
Noah Okafor

Ein unglücklicher WM-Auftritt von Noah. Er kann seine Chance nicht nutzen, kommt gegen Algerien zu einem Teileinsatz. Wenn alle Nati-Spieler jubeln und er aber nicht dabei ist, bleibt ein fader Beigeschmack. Aber vielleicht wird er in Zukunft zum grossen Nati-Helden, darum brechen wir keinen Stab über ihn.

Neben den beiden Ersatzgoalies Yvon Mvogo und Marvin Keller ist Aurèle Amenda der einzige Spieler ohne Einsatzzeit. Ein Riesenkompliment für den Verteidiger, der vor einem England-Wechsel steht: Er muckt nicht auf, macht keine «Lämpen». Eine gute Entscheidung von Nati-Coach Murat Yakin, so einen Teamplayer mitzunehmen. Ich ziehe meinen Hut!
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