WM 2026: Kaum Schlaf, trübe Stimmung, und Muri wird nicht James Bond
Murat Yakin legt nach dem bitteren Viertelfinal-Aus der Schweizer Nati an der WM 2026 nochmals nach. Man habe nicht nur gegen Argentinien gespielt, so Yakin.
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Das Wichtigste in Kürze
- Murat Yakin ist nach dem WM-Aus sichtlich betrübt – kann aber auch lachen.
- Eine Zukunft als James Bond ist kein Thema, er will Nati-Trainer bleiben.
- Mit dem bitteren Out gegen Argentinien hadert man bei der Nati aber.
Nati-Trainer Murat Yakin war auch am Tag nach dem bitteren Viertelfinal-Aus an der WM 2026 noch merklich frustriert. Die ärgerliche 1:3-Niederlage gegen Titelverteidiger Argentinien ist auch an der Medienkonferenz am Sonntag noch frisch.
Zum Glück bringt Nau.ch-Fussball-Chefreporter den Nati-Trainer an der Medienkonferenz zum Schmunzeln. Überlegt sich Murat Yakin eine Zukunft im Film-Business? «Nein, absolut nicht», lacht Yakin.
«Wir leben in einem Showbusiness ein Stück weit, im Fussball. Da mache ich zwischendurch zur Auflockerung auch mal bei sowas mit», so Yakin weiter. «Aber das ist nicht meine Welt, absolut nicht.»
«Die Mannschaft war würdig, zu gewinnen»
«Es ist wichtig, dass man das mit dem technischen Staff kurz Revue passieren lässt», sagt Yakin auf Nau.ch-Nachfrage an der Medienkonferenz. «Die Freude und der Stolz waren überwiegend, aber klar – wir waren alle enttäuscht.»
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«Ich weiss nicht mehr, wann ich ins Bett gegangen bin», gibt Yakin zu. «Ich bin zwar zufrieden aufgestanden, aber auch mit einer kleinen Enttäuschung. Das braucht noch ein paar Tage, bis man das realisiert und verdaut. Aber es geht weiter.»
«Wir haben gestern eine Mannschaft gesehen, die würdig war, zu gewinnen», meint Yakin. «Aber was soll ich heute morgen noch gross über das Spiel reden? Es ist erledigt, es ist vorbei. Es ist schade, dass es auf diese Weise enden muss – unsere Reise hätte verdient, weiterzugehen.»
«Haben gegen Schiedsrichter und VAR gespielt»
«Wir haben nicht nur gegen ein grosses Argentinien, den Weltmeister, gespielt», so Yakin. «Wir haben auch gegen 70'000 argentinische Fans, gegen den Schiedsrichter und den VAR gespielt. Das ist einiges zu viel», meint der Nati-Trainer.

«Es braucht eine Weile, bis man das realisiert und versteht, was da passiert ist», blickt er auf das Turnier zurück. «Unmittelbar nach dem Spiel habe ich den Spielern gesagt, dass sie auf ihre Leistung stolz sein können.»
Regelauslegung bei WM 2026 nicht konsistent?
Den strittigen Platzverweis gegen Breel Embolo kann Yakin weiter nicht nachvollziehen. «Für mich war die erste Gelbe Karte nicht notwendig, er trifft den Gegner in keiner Weise. So theatralisch, wie der gefallen ist – da hätte auch der VAR einschreiten können.»
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Auch SFV-Präsident Peter Knäbel äussert sich über die Schiedsrichterleistung kritisch. «Die Regel-Auslegung sollte während des ganzen Turniers und auch innerhalb eines Spiels konsistent sein. Aber wir wollen kein schlechter Verlierer sein», so Knäbel.
Murat Yakin blickt trotz WM-Aus optimistisch voraus
Trotzdem blickt der Nati-Trainer nach dem bitteren Ende der WM 2026 auch schon ein wenig voraus. «Wir sind noch lange nicht am Ende», verspricht Yakin. «Wir haben eine gute Mischung, haben immer wieder junge Spieler integriert.»

Das soll auch in Zukunft so funktionieren, verspricht der Nati-Trainer. «Wir wollen auch in den nächsten Kampagnen ambitioniert sein. Gleichzeitig gibt uns vor allem die Nations League die Gelegenheit, jungen Spielern eine Chance zu geben», so Yakin.
Dass sich die Mannschaft stark verändern wird, glaubt Yakin nicht. «Stand jetzt weiss ich von keinem Spieler, der aufhören will», stellt er klar. «Aber da werden in den nächsten Tagen sicherlich Gespräche stattfinden.»

Seine eigene Zukunft sieht Yakin ebenfalls klar: «Ich bin nach wie vor sehr gerne Trainer, und ich bin stolz, Schweizer Nati-Trainer zu sein. Ich habe grosse Lust darauf, mit dieser Mannschaft zu arbeiten. Für mich gibt es null Gedanken, einen anderen Weg einzuschlagen.»
















