Jürgen Klopp

Jürgen Klopp: Neuer Bundestrainer hat keine Lust auf XXL-WM

Simon Binz
Simon Binz

Deutschland,

Fifa-Boss Gianni Infantino träumt von einer WM mit 64 Teams. Für den designierten deutschen Bundestrainer Jürgen Klopp wäre das ein waschechter Albtraum.

Jürgen Klopp
Jürgen Klopp wird wohl Trainer der deutschen Nationalmannschaft. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Fifa-Präsident Gianni Infantino denkt über eine WM-Aufstockung auf 64 Teams nach.
  • Der designierte Bundestrainer Klopp hatte sich bereits deutlich dagegen ausgesprochen.
  • Klopp kritisiert vor allem die zunehmende Belastung der besten Spieler der Welt.

Fifa-Boss Gianni Infantino denkt in ganz grossen Dimensionen – und könnte damit ausgerechnet Jürgen Klopp verärgern.

Der Star-Trainer soll als Nachfolger von Julian Nagelsmann neuer Bundestrainer werden und bis nach der WM 2030 beim DFB unterschreiben. Dabei könnte er schon bald mit einem seiner grössten Fussball-Albträume konfrontiert werden.

Infantino kann sich nämlich eine erneute Vergrösserung der Weltmeisterschaft vorstellen: Es sollen 64 statt wie ab 2026 bereits 48 Nationen um den WM-Titel kämpfen.

Eine WM mit 64 Teams – wäre das eine gute Sache?

Zum Beginn der K.o.-Runde bei der WM 2026 sagte der Schweizer gegenüber dem Portal «blue Sport»: «Nach der WM müssen wir überlegen, auf jeden Fall.»

Seine Begründung: Nicht nur Europa und Südamerika, sondern die ganze Welt solle von einer Teilnahme auf der grössten Fussball-Bühne träumen dürfen.

Die klare Ansage von Jürgen Klopp

Diese Pläne dürften bei Jürgen Klopp auf wenig Gegenliebe stossen. Bereits vor rund neun Monaten hatte der Trainer dazu deutliche Worte gefunden. Damals hörte er nach eigenen Angaben erstmals von einer möglichen weiteren Aufstockung der WM.

Im Interview mit «The Athletic» sagte er im September 2025: «Ich habe davon gehört. Ich wollte gar nicht erst darüber nachdenken. Ehrlich gesagt, ich habe es nur gesehen und dachte: Oh nein, darauf lasse ich mich nicht ein.»

inantino Jürgen Klopp
Gianni Infantino träumt offenbar bereits von einer noch grösseren WM. Davon soll etwa Jürgen Klopp sehr wenig halten. - keystone

Der ehemalige Liverpool-Coach kritisiert vor allem die Belastung der Spieler. Klopp damals: «Für die besten Spieler der Welt gibt es keine Pause mehr. Das würde man in keinem anderen Bereich des Lebens machen. Stellen Sie sich vor, Sie würden den besten Künstler jeden Abend auftreten lassen, bis er umfällt, und dann sagen wir: Tut uns leid, Er hat seine Konzentration verloren.»

Resigniert fügte er an: «Was auch immer ich sage, ich könnte es genauso gut meiner Mikrowelle erzählen. Es hat genau denselben Effekt.»

Immer mehr Spiele, immer mehr Einnahmen

Die Weltmeisterschaft wurde erst für 2026 von 32 auf 48 Teilnehmer aufgestockt. Doch Infantino scheint damit noch lange nicht am Ende. Eine WM mit 64 Teams hätte für den Fifa-Präsidenten gleich mehrere Vorteile: Noch mehr Nationen könnten teilnehmen, noch mehr Spiele würden ausgetragen – und damit würden auch die Einnahmen weiter steigen.

Kommentare

User #2265 (nicht angemeldet)

deutschen rate ich die nächsten 3 WM aussen zulassen, lernt fussball , viel reden und vor sbflug weltmeister reicht nich

User #2143 (nicht angemeldet)

Das betrifft ja die Fussballbubis der Schweizer Nationalmannschaft nicht: Für die besten Spieler der Welt gibt es keine Pause mehr.

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