WM 2026 – Mischis Déjà-vu: Wiederholt sich WM-Story von 1994?
Die Parallelen zur WM 1994 sind schon fast unheimlich. Für Nau-Chefreporter Mischi Wettstein schliesst sich an der WM 2026 ein Kreis. Hier kommt sein Tagebuch.

Das Wichtigste in Kürze
- Spielt die Schweizer Nati das gleiche Turnier wie vor 32 Jahren?
- Auch bei der WM 1994 war Mischi Wettstein bei den Gruppenspielen vor Ort.
- Im Tagebuch blickt er zurück und erlebt ein unglaubliches Déjà-vu.
Obwohl 32 Jahre dazwischen liegen, erlebe ich gerade ein riesiges Déjà-vu. Aber beginnen wir vorne.
Gemeinsam mit sechs Kollegen reiste ich 1994 an die Weltmeisterschaft in die USA. Im Gepäck hatten wir eine 8 mal 8 Meter grosse Schweizer Fahne. Doch diese ging nach dem 1:1 zum Auftakt gegen den Gastgeber im Stadion vergessen. Ups!
So setzten mich meine Kollegen kurzerhand in einen Medienbus. Mit an Board: Günter Netzer und Beni «National» Thurnheer. Mir schlotterten die Knie vor Aufregung.
Vier Tage später fegte unser Nati Rumänien in Detroit mit 4:1 vom Platz. Sutter, Knup und Chapuisat waren die Torschützen.
Es sind unglaubliche Parallelen zur WM 2026. Die Schweiz startet mit einem 1:1 gegen Katar ins Turnier und gewinnt dann 4:1 gegen Bosnien.
Trotzdem gibt es grosse Unterschiede zu meiner Reise 32 Jahre später. Damals dachte ich, das Silverdome-Stadion sei das grösse, was es gibt. 2026 werde ich eines besseren belehrt: Das So-Fi-Stadion in Los Angeles ist einfach der absolute «Burner».
Und natürlich ist die Ausgangslage für meine Reise ganz eine andere, als 1994: Damals war ich als Fan unterwegs – jetzt erlebe ich die WM in den USA aus einer ganz anderen Perspektive.
Das liegt nicht nur an der Pressetribüne, sondern auch am Drumherum. Die Medien haben zum Beispiel eine eigene Toilette. Es macht schon einen Unterschied, ob eine Person in der Schlange steht oder 300.

Zurück zum Sportlichen: Wiederholt sich die Geschichte? 1994 verliert die Nati das dritte Gruppenspiel gegen Kolumbien. Passiert uns das auch am Mittwoch in Kanada?
Am Weiterkommen würde das nichts ändern. Und ich persönlich könnte mit dem zweiten Gruppenplatz leben, das könnte für die Nati sogar zum Vorteil werden. Und ehrlich gesgat: Zweimal nach Kanada reisen muss nicht sein, lieber noch einmal ins So-Fi-Stadion nach LA.
Mit einem guten Auftritt und einem Remis gegen Kanada könnte ich aber auch leben. Aber natürlich glaube ich an einen Sieg. Aber dazu später mehr.
Eine Parallele zu 1994 müsste nicht sein: Damals war im Achtelfinal gegen Spanien Endstation. Jetzt hoffe ich natürlich, dass die Reise für Muris Team weitergeht!
Hopp Schwiiz!

Mischis WM-Tagebuch wird präsentiert von «Rowe Motor Oil», powered by «Petro-Lubricants».























