WEURO 2025 - Frauen-Nati: Coup gegen Spanien mit diesen Fans möglich
Nur noch acht Teams sind an der WEURO 2025 im Rennen um den Titel dabei. Klare Sache für Spanien – oder überrascht die Nati? Bei Nau ist man sich nicht einig.
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Das Wichtigste in Kürze
- Am Mittwoch geht es an der EM mit den Viertelfinals los.
- Am Freitag trifft die Schweizer Nati in Bern auf Spanien.
- Wer setzt sich im Rennen um den EM-Titel durch?
Frankreich und England schnappen sich am Sonntag die letzten Tickets für die Viertelfinals der WEURO 2025. Damit ist klar, wer ab Mittwoch um den Halbfinal-Einzug spielt – und wer Chancen auf den Titel hat.

Die Viertelfinals in der Übersicht
Mittwoch (Genf): Norwegen – Italien
Donnerstag (Zürich): Schweden – England
Freitag (Bern): Spanien – Schweiz
Samstag (Basel): Frankreich – Deutschland
Top-Favorit Spanien, Titelverteidiger England – oder doch die Französinnen? Auf der Nau.ch-Sportredaktion ist man sich nicht einig.
Christoph Böhlen, Sportchef
«Auf dem Papier ist die Sache natürlich klar: Spanien wird sich am Freitag im Wankdorf gegen die Schweizer Nati durchsetzen. Die Top-Favoritinnen zeigen bisher nur wenig Schwächen und überzeugen mit hoher individueller Qualität. Also einfach geniessen – und sich würdevoll verabschieden? Nein!

Die Floskel «Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten», kommt nicht von ungefähr. Im Fussball ist alles möglich – oder hättest du 2004 auf einen EM-Titel der Griechen gesetzt?
Wer hätte an der EM 2021 gegen Frankreich auf die Schweizer Nati gesetzt? Wohl niemand – aber Yann Sommer und Haris Seferovic war das egal. Und dass dem Team von Murat Yakin letztes Jahr nur wenig fehlt, um in den EM-Halbfinal vorzustossen, zeigt: Noch ist gar nichts entschieden!

Das grosse Faustpfand für die Sundhage-Truppe: Die Fans im ausverkauften Wankdorf werden das Team tragen, der Heimvorteil kann eine grosse Rolle spielen.
Nutzt die Nati die defensiven Schwächen der Spanierinnen aus und hält hinten dicht, wird Nati-Trainerin Pia Sundhage mit einem weiteren «Gold-Wechsel» für die Sensation sorgen!»

Pascal Moser, Sport-Redaktor
«Heuer führt kein Weg an Spanien vorbei. Was ‹La Furia Roja› in den bisherigen drei Spielen gezeigt hat, ist schlicht Weltklasse. 14 Tore und nur 3 Gegentore sprechen eine deutliche Sprache.
Ein grosser Vorteil der Spanierinnen ist das eingespielte Team-Gefüge. Elf Spielerinnen stehen beim FC Barcelona unter Vertrag – sie verstehen sich blind.

Getragen werden die Weltmeisterinnen von 2023 von Alexia Putellas. Die zweimalige Weltfussballerin dominiert auf dem Feld wie keine andere. Und vorne zeigt sich Esther González (4 Tore) kalt wie die berüchtigte Hundeschnauze.
Es ist an der Zeit, dass sich Spanien den ersten EM-Titel bei den Frauen holt und damit England als Titelträger ablöst.»

Nicola Wittwer, Sport-Redaktor
«Ich tippe auf die Titelverteidigerinnen!
England reagiert auf das schwache Startspiel gegen Frankreich mit zwei Kantersiegen und ist definitiv im Turnier angekommen. Nun können die ‹Lionesses› von einem einfacheren Weg in den Final profitieren, als es etwa Gruppensieger Frankreich hat.

Gegen Schweden und Italien oder Norwegen werden sich die Britinnen weiter warmschiessen. Im Final ist dann alles möglich – auch ein Sieg gegen die Spanierinnen!
Dass man auch den Weltmeisterinnen ein paar Tore einschenken kann, hat die Gruppenphase gezeigt. Und wenn es jemand kann, dann die englische Offensive.»

Andrea Schüpbach, Sport-Redaktor
«Die Französinnen bezwingen die Titel-Anwärterinnen England und Holland. Als nächstes auch Deutschland im Viertelfinal, wetten?
‹Les Bleues› sind eine Stimmungs-Mannschaft par excellence – an einem guten Tag können sie alle schlagen. Auch Spanien.
Wenn es einmal ein paar schwache Minuten gibt: Die überragende Angreiferin Delphine Cascarino (28) dreht oder entscheidet Spiele alleine.»

Simon Huber, Sport-Redaktor
«1984 holte sich Schweden bei der allerersten Frauen-EM den Titel. Gegner damals war England, wie auch dieses Jahr im Viertelfinal. Nach der überragenden Gruppenphase wäre es keine Überraschung, wenn die Schwedinnen nun auch die ‹Lionesses› bezwingen.
Die bärenstarke Abwehr der Skandinavierinnen liess bislang nur ein Tor zu. Darauf werden die Engländerinnen nach ihren zuletzt ‹leichten› Gegnerinnen nicht gefasst sein.

Im Halbfinal wäre die Aufgabe dann gegen Italien oder Norwegen deutlich einfacher. Ob im Final Spanien oder Frankreich gegenübersteht, spielt keine Rolle.
Im Kader der Schwedinnen stehen sieben Spielerinnen, die über 100 Länderspiele bestritten haben. Sie waren zwar 1984 nicht auf dem Platz, aber bringen trotzdem dem Team die nötige Erfahrung für den Titel.»
