BSC Young Boys

Was macht YB mit seinem chinesischen Hosensponsor?

Matthias Neuhaus
Matthias Neuhaus, Mathias Kainz

Bern,

Wegen seiner mutmasslichen Unterstützung für die russische Invasion steht Huawei in der Kritik. Bei YB verfolgt man die Vorwürfe gegen den Sponsor aufmerksam.

YB Huawei Super League
Das Logo von Huawei ist bei YB auf den Hosen zu sehen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Huawei soll die russische Invasion in der Ukraine unterstützt haben.
  • Robert Lewandowski kündigte seinen Sponsor-Vertrag mit dem Konzern.
  • Auch bei YB ist das Logo des chinesischen Unternehmens auf den Hosen zu sehen.

Die russische Invasion in der Ukraine hat in der Sportwelt weitreichende Konsequenzen – und das auf allen Ebenen. Russische Athleten sind in vielen Sportarten gesperrt, Sponsorenverträge werden gekündigt.

Das betrifft aber nicht nur russische Unternehmen – auch der chinesische Telekommunikations-Konzern Huawei ist betroffen. Der Technologie-Gigant soll Russland dabei geholfen haben, sein Netzwerk nach der Invasion gegen Cyber-Attacken zu sichern.

Robert Lewandowski
Solche Bilder wird es in Zukunft nicht mehr geben: Robert Lewandowski mit einem Huawei-Telefon in der Hand. - Instagram

Bayern-München-Starstürmer Robert Lewandowski kündigte daraufhin seinen Sponsor-Vertrag mit dem chinesischen Unternehmen. Der Pole war jahrelang eines der Gesichter von Huawei gewesen.

YB beobachtet Situation bei Huawei genau

Auch im Schweizer Fussball ist das Unternehmen präsent – als Sponsor auf den Hosen von Meister YB. Wie lange noch? Beim Tabellen-Zweiten der Super League beobachte man die Lage sehr genau, wie der Club auf Anfrage von Nau.ch mitteilt.

YB Huawei 2020
Anfang 2020 stellte YB Huawei als neuen «Goldpartner» vor. - YB

«Selbstverständlich verfolgen wir das Geschehen mit grossem Interesse und behalten uns vor, zu reagieren», sagt YB-Medienchef Staudenmann gegenüber Nau.ch. Und weiter: «Wir sind in Gesprächen, um zu versuchen, uns einen verlässlichen Eindruck zu verschaffen.»

Sollte sich YB von Sponsor Huawei trennen?

Konkrete Konsequenzen haben die Vorwürfe gegen Huawei vonseiten des Schweizer Meisters also noch nicht. Der aktuelle Vertrag zwischen den Bernern und dem Telekommunikations-Giganten laufe noch bis zum Sommer 2023.

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