Nach den gescheiterten Plänen zur Einführung einer europäischen Elite-Liga, zeigt sich nun auch Geldgeber JP Morgan reuig.
JP Morgan
Auch die Fans des FC Liverpool hatten gegen die geplante Super League protestiert. Foto: Peter Byrne/PA via AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Super-League-Pläne von zwölf Top-Vereinen haben Fussball-Europa geschockt.
  • Mittlerweile haben alle Vereine vorerst von der Idee abgesehen.
  • Die Beteiligung an der Organisation bereut nun auch die geldgebende Bank.

Nach dem Kollaps der Super League hat die als Geldgeber eingeplante US-Grossbank JP Morgan öffentlich Reue gezeigt.

«Wir haben klar falsch eingeschätzt, wie dieses Geschäft von der breiten Fussballgemeinde beurteilt wird. Und wie es sie in der Zukunft betreffen könnte. Daraus werden wir lernen», teilt ein Sprecher der Bank Medienberichten zufolge in einem Statement mit.

Europäische Super League
19.04.2021, Grossbritannien, London: Ein Fan hält ein Schild mit der Aufschrift «Say No To Super League» und protestiert vor dem Traningsgelände des Vereins Tottenham Hotspur im Stadtteil Ensfield gegen den Eintritt des Londoner Teams in eine europäische Super League. 15 europäische Spitzenclubs wollen künftig mit fünf weiteren Vereinen statt in der Champions League in einer Super League spielen. Die Unterschiede sind enorm - allein weil die Super League ein geschlossener Wettbewerb ist, für den die Platzierungen in den nationalen Ligen keine Rolle spielen soll. Foto: Jonathan Brady/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ - dpa

JP Morgan hatte zu Wochenbeginn seine Beteiligung an dem Projekt bestätigt. Und wollte mehrere Milliarden Euro zur Finanzierung des neuen Wettbewerbs zur Verfügung stellen.

JPMorgan Chase UBS
Eine JPMorgan Chase Bank in New York. - Keystone

Diese wäre in direkte Konkurrenz zur Champions League der UEFA getreten. Die diese Pläne wie auch der Weltverband FIFA und etliche nationale Ligen und Verbände scharf kritisierte. Nach dem schnellen Rückzug der englischen Clubs ist die Super League vorerst vom Tisch.

Verstehen Sie den Fan-Ärger wegen der neuen «Super League»?

Die Gründungsmitglieder sollten insgesamt einen Betrag von 3,5 Milliarden Euro erhalten. «Der ausschliesslich für die Entwicklung ihrer Infrastruktur und zur Abfederung der Auswirkungen der Covid-Pandemie vorgesehen ist».

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