Ukraine Krieg: Russischer Star-Stürmer lehnt Nati-Aufgebot ab

Matthias Neuhaus
Matthias Neuhaus

Russland,

Wegen dem Ukraine-Krieg hat der russische Stürmer Artem Dzyuba (33) seinem Nationaltrainer mitgeteilt, dass er bis auf Weiteres auf einen Einsatz verzichtet.

Ukraine Krieg
Verzichtet während dem Ukraine-Krieg auf einen Einsatz in der Nationalmannschaft: Der Russe Artem Dzyuba (l.). - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Artem Dzyuba gehört zu den erfolgreichsten russischen Torschützen aller Zeiten.
  • Der Angreifer verzichtet derzeit auf einen Einsatz im Nationalteam.
  • Als Grund gibt Trainer Valeri Karpin die «schwierige Lage in der Ukraine» an.

Das russische Nationalteam wird wegen dem Ukraine-Krieg von der Fifa für die WM 2022 in Katar ausgeschlossen. Damit findet auch das Playoff-Spiel vom 24. März gegen Polen nicht statt.

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Wegen dem Ukraine-Krieg darf Russlands Nationaltrainer Valeri Karpin mit seinem Team vorerst keine Spiele bestreiten. - keystone

Nichtsdestotrotz hat Trainer Valeri Karpin seine Spieler zu einem Zusammenzug aufgeboten. Der russische Verband hat beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Berufung eingelegt. So soll intern gegen die U21 getestet werden, während das finale Urteil abgewartet wird.

Nicht mit von der Partie ist Artem Dzyuba. Der Angreifer ist bester Torschütze des Teams und hat bereits 55 Länderspiele auf dem Buckel.

Aufgebot wegen Ukraine-Krieg abgelehnt

Coach Karpin bestätigt am Dienstag, dass der Captain der Mannschaft fehlt. Der Stürmer würde es vorziehen, nicht in der Nationalmannschaft zu spielen, weil er Familie in der Ukraine hat. Das sagt Karpin in einem Interview, das auf der Webseite des russischen Verbandes veröffentlicht wurde.

«Am Sonntag haben wir mit Artem telefoniert. Er hat uns versichert, dass er unbedingt für die Nationalmannschaft spielen will», so der Trainer. Aufgrund der schwierigen Situation in der Ukraine habe ihn der Spieler jedoch gebeten, nicht in dieses Trainingslager eingeladen zu werden.

Dzyuba spielt in der russischen Premjer Liga bei Tabellenführer Zenit St. Petersburg. «Wir haben vereinbart, dass wir mit ihm in Kontakt bleiben und seine Leistungen bei Zenit verfolgen werden», meint Valeri Karpin.

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