Lawrow kritisiert US-Vorgehen bei Ukraine-Verhandlungen

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Russland,

Bei den Verhandlungen über eine mögliche Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat der russische Aussenminister Sergej Lawrow den USA indirekt Wortbruch vorgeworfen.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow spricht während einer Pressekonferenz (Archivbild). Foto: Alexander Zemlianichenko/Pool AP/AP/dpa
Der russische Außenminister Sergej Lawrow spricht während einer Pressekonferenz (Archivbild). Foto: Alexander Zemlianichenko/Pool AP/AP/dpa - Keystone/Pool AP/Alexander Zemlianichenko

Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump hätten sich bei ihrem Treffen in Alaska im August auf Prinzipien für eine Lösung geeinigt, die Washington nun aber ablehne, sagte Lawrow in einem auf der Seite des Ministeriums veröffentlichten Interview mit dem Portal «Brics TV». «Jetzt sind sie nicht bereit», sagte Lawrow.

Auch Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, dass die in Anchorage getroffenen Vereinbarungen für Russland der einzige Weg seien, bei den Verhandlungen einen Durchbruch zu erzielen. Die Gespräche würden auch fortgesetzt, sagte er.

Russland besteht etwa darauf, dass die Ukraine ihre Truppen komplett aus dem umkämpften Donbass – das sind die Gebiete Luhansk und Donezk – abzieht, obwohl Kiew da teils noch die Kontrolle hat. Bei den trilateralen Verhandlungen zwischen Ukrainern und Russen und den USA als Vermittler gab es in dieser Frage bisher keine Bewegung.

Lawrow erklärte in dem Interview, dass Russland bereit gewesen sei, eine vollumfängliche Zusammenarbeit mit den USA zum gegenseitigen Vorteil aufzubauen. «Bisher sieht in der Praxis alles entgegensetzt aus: Es werden neue Sanktionen verhängt, es wird «Krieg» geführt gegen Tanker auf dem offenen Meer unter Verstoss gegen die UN-Seerechtskonvention«, sagte der Minister.

«Es gibt Versuche, Indien und unseren anderen Partnern den Einkauf von billigen, verfügbaren russischen Energieträgern zu verbieten», führte Lawrow aus. Im Gegenzug würden die USA Kunden zwingen, dreimal so teures Flüssiggas einzukaufen.

Lawrow warf den USA auch vor, mit Sanktionen gegen russische Firmen wie Lukoil und Rosneft gezielt Konkurrenten ausschalten zu wollen. «Im Bereich der Wirtschaft sehen wir keine «rosige» Zukunft«, sagte er mit Blick auf die unter Trump wieder aufgenommenen russisch-amerikanischen Beziehungen.

Die US-Amerikaner wollten Versorgungswege und Energieträger auf den Kontinenten unter ihre Kontrolle bringen, sagte Lawrow. Ziel sei eine wirtschaftliche Dominanz. Zugleich sagte Lawrow, Russland bleibe zu Verhandlungen und einer Zusammenarbeit bereit.

Kommentare

User #3121 (nicht angemeldet)

Putin weiß nicht mehr weiter, sämtliche Aussagen und Forderungen riechen nach Verzweiflung, denn Russlands Todesökonomie bringt keine Lösung. Die ersten zwei Jahre gab es einen kurzen Aufschwung, jede Familie entschied, einer aus der Familie muss an die Front gehen und das Geld holen - ungefähr 13 Jahresgehälter auf einen Schlag. Jeden Monat verheizt putin 40.000 Soldaten. Der Sold für die kämpfenden Männer inklusive Sargprämie liegt im Durchschnitt bei 200.000€, das sind 2% vom BIP. Seit Oktober kann er das nicht mehr bezahlen.

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