RB Leipzigs Trainer Jesse Marsch hat auf die Kritik von Fussball-Nationalspieler Benjamin Henrichs mit wenig Verständnis reagiert.
Leipzigs Trainer Jesse Marsch macht sich an der Seitenlinie Notizen. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Leipzigs Trainer Jesse Marsch macht sich an der Seitenlinie Notizen. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Henrichs hatte am Donnerstag im «Kicker» seine Unzufriedenheit über seine Situation in Leipzig geäussert und in der Vergangenheit immer mal wieder mehrdeutige Postings in den Sozialen Medien veröffentlicht.

«Ich habe viel mit Benni gesprochen. Er hat viel über Social Media und in den Medien gesprochen. Das ist die Entscheidung eines Spielers, das so zu machen. Ich nehme das nicht persönlich. Mein Ziel mit Social Media ist, immer positiv über andere zu sein», sagte Marsch am Freitag.

Henrichs hatte am Donnerstag im «Kicker» seine Unzufriedenheit über seine Situation in Leipzig geäussert und in der Vergangenheit immer mal wieder mehrdeutige Postings in den Sozialen Medien veröffentlicht. «Es ist nicht mein Anspruch, in zwei Monaten nur 20 Minuten zu haben. Mit 24 bin ich in einem Alter, in dem ich Woche für Woche spielen will», sagte Henrichs. Auch am Dienstag in der Champions League bei Paris Saint-Germain wurde der Defensivspieler erst in der 83. Minute eingewechselt.

Marsch begründete den Rückstand von Henrichs mit dessen Olympia-Teilnahme. «Ich habe Benni da unterstützt, aber er hat wichtige Zeit mit der Mannschaft verloren und war dann verletzt», sagte der 47-Jährige. Vor etwa drei Wochen habe er ein Gespräch mit Henrichs geführt.

«Ich habe ihm gesagt, ganz ehrlich, ich bin nicht sicher, was deine Qualität ist und wie viel du unserer Mannschaft helfen kannst, weil ich ihn nur im Training kenne», sagte Marsch. «Wahrscheinlich werde ich noch einmal mit Benni reden. Aber die Spieler sind Männer. Sie brauchen keinen Trainer, der ihnen sagt, was sie auf Social Media oder in Interviews sagen sollen. Sie können alles sagen.»

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