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Speed-Krise – Schweizer Frauen-Trainer: «Sind wir uns nicht gewohnt»

Christoph Böhlen
Christoph Böhlen

Bern,

Bei den Schweizer Speed-Frauen werden in diesem Winter kleinere Brötchen gebacken, erklärt der Cheftrainer. Selbstmitleid sei aber der falsche Weg.

Jasmine Flury
Jasmine Flury ist als 18. in der Abfahrt von Val d'Isère die beste Schweizerin. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Val d'Isère enttäuschen die Schweizer Speed-Frauen in der Abfahrt und im Super-G.
  • Cheftrainer Beat Tschuor sagt: «Die Zweifel nach den letzten Wochen sind spürbar.»
  • Die Ausfälle von Lara Gut-Behrami, Jasmine Suter und Michelle Gisin wiegen schwer.

Die Ausfälle im Speed-Team der Schweizer Frauen wiegen schwer: Neben Leaderin Lara Gut-Behrami fehlt derzeit auch Corinne Suter verletzt. Und mit Michelle Gisin fällt eine weitere erfahrene Athletin aus.

Die Resultate in Val d'Isère? Ernüchternd.

In der Abfahrt sind Delia Durrer und Weltmeisterin Jasmine Flury auf Platz 18 die besten Schweizerinnen. Im Super-G vom Sonntag ist die letztjährige Aufsteigerin Malorie Blanc als Zwanzigste am besten klassiert.

Malorie Blanc
Malorie Blanc wird in Val d'Isère beste Schweizerin. - keystone

Frauen-Cheftrainer Beat Tschuor sagt zum «Blick»: «Das ist sicher nicht der Anspruch. Aber es bringt nichts, wenn wir nach Ausreden suchen.» Selbstmitleid sei jetzt das Dümmste, erklärt Tschuor. Und schiebt nach: «Wir alle sind gefordert – die Fahrerinnen, aber auch alle Betreuer.»

Tschuor: «Die Zweifel nach den letzten Wochen sind spürbar»

Dass das Team nach den Stürzen von Gut-Behrami und vor allem Gisin geschockt war, wäre eine mögliche Begründung. Durch die Ausfälle erhöht sich der Druck auf die verbleibenden Fahrerinnen. «Sie spüren den Druck wohl vor allem unterbewusst», glaubt Tschuor.

Beat Tschuor
Frauen-Cheftrainer Beat Tschuor. - keystone

Der Frauen-Cheftrainer blickt auf die Rennen in Val d'Isère und erklärt beim «Blick»: «Ich stand beim Super-G genau im Sektor, wo wir Zeit einbüssten. Dort fehlte Überzeugung und Entschlossenheit. Die Zweifel nach den letzten Wochen sind spürbar.»

Nach vielen guten Jahren backe man jetzt für einmal kleinere Brötchen, so Tschuor. «Das sind wir uns nicht gewohnt. Aber es liegt an uns, dies zu ändern.»

Traust du den Schweizer Speed-Frauen in dieser Saison noch einen Podestplatz zu?

Die nächste Chance für das Speed-Team bietet sich am 10. und 11. Januar in Zauchensee (Ö). Dort stehen je eine Abfahrt und ein Super-G auf dem Programm.

Zuvor sind die Technikerinnen im Einsatz: Am 27./28. warten die Rennen in Semmering (Ö), Anfang Januar folgen je ein Slalom und ein Riesenslalom in Kranjska Gora.

Kommentare

User #1756 (nicht angemeldet)

Swiss Ski....ein Monster. Sollte sofort halbiert werden. Viel Geld fpr völlig nutzloses. Besser in unsere Natur investieren abstelle Werbung für Schneekannonen.

User #6152 (nicht angemeldet)

Abplanalp ist für ein Person in Ordnung, denn bei den Frauen braucht es Spitzengefühl und ein Menschenverstand und ein gewissen Druck. Was war da mals mit dem Trainer Pini und Abplanalp schon vergessen freigestellt sir Abplanalp vom Swissski und nach längere Zeit im Fernseh als Fachspezialisten.

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