Gianni Infantino: Da wünscht man sich Sepp Blatter zurück
Der Irrsinn von Gianni Infantino (56) nimmt eine neue Dimension an. Da wünscht man sich sogar Sepp Blatter (90) zurück. Ein Kommentar.

Das Wichtigste in Kürze
- Gianni Infantino löst mit neuen Investitions-Plänen eine Welle der Empörung aus.
- Jetzt hat der Walliser den Bogen überspannt. Es kommt zum Boykott.
- Bei all dem Irrsinn, wünscht man sich sogar einen Sepp Blatter zurück.
- Ein Kommentar von stv. Sportchef Pascal Moser
Lange sah es danach aus, als könnte Gianni Infantino in seinem Amt als Fifa-Präsident tun und lassen, was er will.
Angefangen bei seiner absurden Rede vor der WM in Katar bis hin zu seinen jüngsten Investoren-Plänen.
«Today I feel delusional», wären heute die passenden Worte des Wallisers. Denn Infantino hat den Bogen endgültig überspannt.

Mit der Uefa, Concacaf und AFC lehnen drei grosse Verbände die neusten Pläne ab. Sollte Infantino an seinem Vorhaben festhalten, würden die Uefa-Mitgliederverbände die Fifa-Turniere gar boykottieren.
Besonders die fehlender Unterstützung der Uefa dürfte dem Fifa-Boss zum Verhängnis werden. Immerhin kommen bei der WM 2026 sechs der acht Viertelfinalisten aus Europa. Fallen diese alle weg, verliert das Turnier seinen Glanz.
An der Seite seines Busenfreunds Donald Trump scheint Gianni Infantino den Bezug zur Realität endgültig verloren zu haben.

Dass ihm der Fussball und seine Fans egaler kaum sein könnten, hat der Schweizer zur Genüge bewiesen. Es geht nur um das liebe Geld, der Sport ist zweitrangig. Wäre es anders, würde die WM 2034 nicht in Saudi-Arabien stattfinden.
Kult-Trainer Christian Streich findet klare Worte. Er sagt gegenüber «Sky Sports»: «Das sind einfach mafiöse Strukturen. Das weiss eigentlich jeder.» Damit ist eigentlich alles gesagt.
Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass ich mir eines Tages Sepp Blatter (90) zurückwünsche. Er wäre im Vergleich zum jetzigen Fifa-Machthaber das deutlich kleinere Übel.

Was ich mir und dem Weltfussball wünsche: Dass spätestens kommenden März die Ära Infantinos ein Ende findet. Auch dem Ruf der Schweiz zuliebe.
Als Schweizer sollte man sich doch freuen, dass einer von uns an der Spitze des Weltverbandes steht. Doch statt Stolz löst das viel eher Scham in mir aus.
Bis zur Wahl des (hoffentlich) neuen Fifa-Präsidenten, bleibt zu hoffen, dass Gianni Infantino die Füsse stillhält. Noch mehr Schnapsideen ertrage ich nicht.













