Euro 2020: Inspiriert der Greenpeace-Chaot terroristische Aktionen?

    Chiara Schlenz
    Chiara Schlenz

    Deutschland,

    Die Euro 2020 ist voller Überraschungen: Letzten Dienstag landete ein Greenpeace-Aktivist in der Allianz Arena. Nun sorgt man sich um ähnliche Terror-Attacken.

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    Ein Aktivist von Greenpeace kam den Zuschauerinnen und Zuschauern im Spiel zwischen Deutschland und Frankreich in München gefährlich nahe. - Twitter/@MaxMerrill_

    Das Wichtigste in Kürze

    • Letzten Dienstag crashte ein Greenpeace-Aktivist mit einem Gleitschirm in einen EM-Match.
    • Deutsche Medien machen sich nun Sorgen, dass die Aktion weitere inspirieren könnte.
    • Nicht nur das: Was würde passieren, wenn sich Terroristen als Aktivisten ausgeben würden?

    Kurz vor dem Giganten-Kampf zwischen Deutschland und Frankreich an der Euro 2020 passierte es: Am vergangenen Dienstag stürzte ein Greenpeace-Aktivist mit seinem Gleitschirm in die Münchner Allianz Arena.

    Fussball EM
    Der Aktivist von Greenpeace landete während der Euro 2020 unsanft in der Allianz Arena in München. - keystone

    14'000 Fussballfans konnten ihren Augen nicht glauben, als der 38-Jährige vom Himmel fiel. Mit seiner Bruchlandung verletzte der Chaos-Pilot zwei Personen am Kopf. Scharfschützen standen gar bereit, um den Störenfried abzuschiessen.

    Inspiriert Aktivist Terroranschläge?

    Die Umweltorganisation Greenpeace entschuldigte sich kurz darauf auf Twitter für die Aktion. Zurzeit werden gegen den Mann mehrere Delikte geprüft, darunter gefährliche Körperverletzung.

    Nicht nur das: Die «Bild» erhebt schwerwiegende Vorwürfe gegen den Bruch-Piloten. Das Blatt fragt: «Kann die Greenpeace-Aktion Terroristen animieren, es genauso zu machen?» Laut dem deutschen Terrorexperten Peter Neumann ist die Frage berechtigt. «Anschläge aus der Luft werden schon seit Langem diskutiert.»

    Denken Sie, dass der Greenpeace-Aktivist weitere Aktionen inspiriert hat?

    Doch die Gleitschirm-Version sei eher unwahrscheinlich. «Wahrscheinlicher wäre so ein Angriff aus der Luft wohl mittels Drohne.» Denn Im Irak und in Syrien gäbe es bereits solche Einsätze, erklärt Neumann.

    Aktivist hat an Euro 2020 nicht alleine gehandelt

    Ob Greenpeace bei der Planung involviert war, möchte die Organisation auf Anfrage der deutschen Zeitung nicht verraten. Es sei aber unwahrscheinlich, dass der Mann alleine gehandelt habe. Immerhin trug sein Gleitschirm das Logo von Greenpeace.

    Euro 2020
    Der Greenpeace-Aktivist wird aus dem Spielfeld mitgenommen. - dpa

    Laut der Organisation wurde die Polizei vorab über die Aktion informiert. Ein Helfer des Piloten soll einen Beamten im Stadion darauf angesprochen haben. Der Polizeikorps, der am Dienstag im Einsatz war, dementierte diese Aussage aber.

    Der eigentliche Plan sei gewesen, dass der Pilot einen grossen Ball ins Stadion fallen lässt. Dies, um gegen den Sponsor der Euro 2020 «Volkswagen» zu protestieren. Denn Greenpeace fordert «ein Ende für die Produktion von umweltschädlichen Verbrennungsmotoren».

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