Euro 2020

    Euro 2020: Chaos bei EM-Finale hätte tödlich enden könnenEM-

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    Grossbritannien,

    Ein neuer Bericht erhebt im Zusammenhang mit dem Fan-Eklat beim Final der Euro 2020 in London schwere Vorwürfe. Das Chaos hätte tödlich enden können.

    Das von ticketlosen Fans herbeigeführte Chaos beim EM-Finale in Wembley hätte tödlich ausgehen können. Foto: Christian Charisius/dpa
    Das von ticketlosen Fans herbeigeführte Chaos beim EM-Finale in Wembley hätte tödlich ausgehen können. Foto: Christian Charisius/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Demnach gab es eine Serie von Ereignissen vor und während des Spiels zwischen England und Italien am 11.

    Das von ticketlosen Fans herbeigeführte Chaos im Londoner Wembley-Stadium beim Finale der Fussball-Europameisterschaft hätte tödlich ausgehen können. Zu diesem Schluss kommt eine unabhängige Untersuchung im Auftrag des englischen Fussballverbands FA, deren Ergebnisse am Freitag veröffentlicht wurden.

    Auch die Regierung, die Polizei und Organisatoren müssen sich schwere Vorwürfe gefallen lassen. Demnach gab es eine Serie von Ereignissen vor und während des Spiels zwischen England und Italien am 11. Juli 2021 (2:3 nach Elfmeterschiessen), die zu «erheblichen Verletzungen oder Tod» hätten führen können.

    So hätte das Verhalten von alkoholisierten und teils unter Drogen stehenden Fans, die das Stadiongelände stürmten, beispielsweise den massenhaften Sturz auf Treppen, das Niedertrampeln von Menschen und das Zusammenbrechen von Hindernissen herbeiführen können, hiess es im Bericht.

    2000 Menschen ohne Tickets

    Der Untersuchung zufolge hatten etwa 2000 Menschen ohne Tickets an dem Finaltag unrechtmässig Zugang zum Stadiongelände erlangt. Teilweise sprangen sie dabei über Drehkreuze oder öffneten Brandschutztüren oder Eingänge für Rollstuhlfahrer. Nur rund 400 konnten wieder entfernt werden.

    Insgesamt waren etwa 100.000 Menschen zum Stadion gereist, die den Zugangsweg zum Stadion in eine inoffizielle Fan-Zone verwandelten. Nur etwa 60.000 Menschen waren zugelassen. Der Druck auf das Stadion hätte nach Ansicht des Untersuchungskomitees durch offizielle Fan-Zonen gemindert werden können.

    Das habe die Regierung trotz Bitten der Polizei wegen der Corona-Auflagen aber abgelehnt. Gleichzeitig habe aber die Ankündigung eines «Freedom-Days» mit Aufhebung aller Corona-Massnahmen für den 19. Juli im Zusammenspiel mit der ersten Final-Teilnahme bei einem grossen Turnier seit 55 Jahren zu einem «perfekten Sturm» von Euphorie bei den Fans geführt.

    Der Polizei wird vorgeworfen, Anzeichen für das Gewaltpotenzial der Fans nicht richtig gedeutet zu haben. Mangelhafte Voraussicht habe zu einem «kollektiven Versagen» der Beteiligten bei der Durchführung des Grossevents geführt.

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