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BMW zieht sich beim autonomen Fahren vorerst zurück

Sandra Neumann
Sandra Neumann

Deutschland,

BMW verabschiedet sich vorerst von Level-3-Autonomie und setzt künftig wieder stärker auf Fahrerassistenz statt vollständige Selbststeuerung.

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BMW verabschiedet sich vorerst vom hochautomatisierten Fahren und setzt wieder stärker auf klassische Fahrerassistenzsysteme. (Archivbild) - keystone

BMW streicht den «Personal Pilot L3» aus der 7er-Reihe und beendet damit sein Angebot für hochautomatisiertes Fahren in Serie vorerst. Laut «Heise» soll das System nach dem grossen Facelift im April 2026 endgültig nicht mehr als Sonderausstattung angeboten werden.

Als Gründe nennt der Hersteller einen geringen Kundennutzen, schwache Nachfrage sowie hohe Entwicklungs- und Produktionskosten der sehr komplexen Technologie. Die Sonderausstattung kostete rund 6000 Euro und wurde erst 2024 eingeführt, blieb aber laut Branchenbeobachtern deutlich hinter Erwartungen zurück.

Damit kehrt BMW faktisch zu Assistenzsystemen zurück, bei denen der Fahrer dauerhaft aufmerksam bleiben und jederzeit eingreifen können muss. Tätigkeiten wie Lesen, Arbeiten oder das Nutzen digitaler Geräte am Steuer sind unter diesen Bedingungen künftig nicht mehr zulässig.

BMW setzt wieder stärker auf Level 2

Nach Einschätzung von Branchenmedien kann Level-3-Automatisierung derzeit nur in wenigen Verkehrssituationen überhaupt sinnvoll und zuverlässig eingesetzt werden. «Electrive» berichtet, dass BMW deshalb künftig stärker auf weiterentwickelte Level-2-Systeme mit grösserer Alltagstauglichkeit setzt.

Würdest du einem BMW ohne Fahrer vollständig vertrauen?

Diese übernehmen zwar Beschleunigung, Bremsen und Spurführung weitgehend selbstständig, verlangen jedoch weiterhin eine permanente Überwachung durch den Fahrer. Der Schritt gilt als pragmatische Reaktion auf technische Grenzen, hohe Kosten sowie uneinheitliche gesetzliche Rahmenbedingungen in vielen Märkten.

Auch Mercedes hatte zuvor vergleichbare Systeme zurückgefahren, was auf einen möglichen branchenweiten Strategiewechsel bei Premiumherstellern hindeutet. Hochautomatisiertes Fahren bleibt damit vorerst ein seltenes Feature, das nur unter sehr speziellen Bedingungen eingesetzt werden kann.

BMW reagiert auf geringe Nutzung durch Kunden

Insider sehen den Rückzug weniger als reine Kostenfrage, sondern als strategische Neupriorisierung innerhalb der gesamten Entwicklungsplanung des Konzerns. Laut «Automobilwoche» bewertet BMW automatisiertes Fahren neu, da andere Technologien aktuell grössere Marktchancen und schnelleren Nutzen versprechen.

Automatisiertes Fahren bmw
Das System von BMW funktioniert meist nur auf bestimmten Autobahnstrecken im Stau und bietet im Alltag vieler Fahrer daher nur begrenzten Nutzen. (Symbolbild) - keystone

Die Systeme funktionieren meist nur auf ausgewählten Autobahnabschnitten und häufig ausschliesslich bei niedrigen Geschwindigkeiten im dichten Stauverkehr. Dadurch bleibt der praktische Nutzen im Alltag vieler Fahrer begrenzt, während Anschaffungskosten und technischer Aufwand vergleichsweise hoch bleiben.

BMW konzentriert sich nun darauf, Assistenzfunktionen breiter verfügbar, robuster und für mehr Kunden erschwinglich zu machen. Vollautonomes Fahren rückt damit wieder ein Stück in die Zukunft und bleibt vorerst eher ein langfristiges Entwicklungsziel.

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Kommentare

User #1717 (nicht angemeldet)

Sehr gute Entscheidung seitens BMW.

User #689 (nicht angemeldet)

Diese Tatsache macht uns immer wieder froh: Wir werden unsere tollen Verbrenner noch sehr lange fahren können, von daher machen wir uns überhaupt keine Sorgen, der läuft und läuft... Verbrennerautos sind auf Langlebigkeit ausgelegt , aber bei den Elektroautos ist es ja genau umgekehrt. Das tolle bei den e-Autölis ist dass diese bereits schon nach 7 Jahren endgültig auf dem Schrottplatz stehn. Die Kohle ist weg so erledigt sich das ganze ja von ganz allein!

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