Lufthansa entschuldigt sich bei Betroffenen
Wegen Schneefalls verbrachten Hunderte Passagiere eine Nacht in Flugzeugen am Münchner Flughafen. Lufthansa und der Airport entschuldigten sich.

Starke Schneefälle trafen München in der Nacht zum 20. Februar hart. Rund 500 bis 600 Passagiere sasssen unfreiwillig in startbereiten Maschinen fest, wie «Tagesspiegel» berichtet.
Die Flüge wurden kurzfristig gestrichen. Passagiere erhielten keine Starterlaubnis mehr.
Es fehlten Busse und Parkpositionen am Flughafen. Ein Rücktransport zum Terminal war unmöglich, berichtet «Deutschlandfunk».
Passagiere klagen über Kälte und fehlende Decken
Ein Lufthansa-Sprecher nannte starken Schneefall am Münchner Flughafen als Hauptursache für gestrichene Starts. Bereits abgefertigte Flüge warteten vergeblich, berichtet «Zeit».
Bordcrews versorgten Passagiere im Flugzeug nach Angaben des «Pfalz-Express» mit Essen und Getränken. Dennoch klagten Betroffene über Kälte und mangelnde Decken.

Eine dänische Familie an Bord schilderte eisige Temperaturen und unzureichende Versorgung in den Flugzeugen. Viele Passagiere klagten zudem über lückenhafte Kommunikation während der unfreiwilligen Nacht.
Lufthansa bedauert unzumutbare Situation
Laut der «Süddeutschen Zeitung» hat Lufthansa am Freitag Kontakt zu den betroffenen Passagieren aufgenommen. «Die Gäste erhalten entsprechende Entschädigungszahlungen», teilte ein Sprecher mit.
Das Unternehmen bedauert die «unzumutbare Situation». Man arbeite mit dem Airport an Vermeidung künftiger Fehler.
Der Flughafen München nennt die Lage «schwierig und kaum nachvollziehbar». «Wir arbeiten derzeit mit Partnern an Aufklärung und Prozessverbesserungen», erklärt ein Sprecher, wie «Zeit» berichtet.
Abläufe werden gründlich überprüft
Man kündigte an, die Abläufe gründlich zu prüfen, um ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden. Die EU-Fluggastrechte sichern den Betroffenen unter bestimmten Voraussetzungen Entschädigungsansprüche zu, so «Zeit».
Am Donnerstag wurden am Münchner Flughafen etwa 100 Flüge wegen starken Schneefalls gestrichen. Ein Nachtflugverbot galt bis 5 Uhr, doch Sondergenehmigungen scheiterten am Schnee, wie «Abendzeitung München» schreibt.
















