Im letzten Spiel des Jahres empfing der EHC Thun den HCV Martigny im Grabengut. Die beiden Teams kennen sich aus den Playoffs der vergangenen Saison bestens.
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Captain Joel Reymondin scheiterte zweimal am Pfosten für den EHC Thun. - Brigitte Münger
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der EHC Thun kann das Jahr mit einem Heimsieg abschliessen.
  • Die Berner Oberländer blicken voller Hoffnung in Richtung neues Jahr.
  • Der gesamte Coaching-Staff bleibt an Bord.

Simon Studerus richtete den Blick bereits wieder nach vorne: «Wir haben mit Martigny noch eine Rechnung offen». Soeben hatte der EHC Thun den Spitzenkampf gegen Arosa äusserst bitter in der Overtime verloren.

Am Mittwoch kam es im Rahmen des letzten Meisterschaftsspiel des Jahres zum Wiedersehen mit dem HCV Martigny. Die Unterwalliser reisten erstmals seit den Playoffs im vergangenen Frühling ins Grabengut.

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Der EHC Thun traf am Mittwochabend auf den HCV Martigny. - Brigitte Münger

«Wir wollen zeigen, dass sie die Serie damals auch ein wenig gestohlen haben», so Verteidiger Studerus. In den Playoff-Viertelfinals siegten die Walliser nämlich erst in Spiel fünf. Die gesamte Serie war dabei geprägt von Nickligkeiten auf beiden Seiten.

EHC Thun mit Blitzstart

So durfte auch am Mittwoch wieder ein hartumkämpftes Spiel erwartet werden. Die Thuner konnten dabei erstmals seit zwei Monaten wieder auf die Dienste von Captain Joel Reymondin zählen.

Der EHC Thun legt dabei einen Blitzstart hin. Bereits nach 33 Sekunden erzielt Dominik Gyger das erste Tor. Etwas mehr als eine Minute später doppelt Rückkehrer Joel Reymondin nach.

Die Thuner ruhen sich nach dem Doppelschlag keineswegs aus. Erst etwas mehr als zwei Minuten sind gespielt, als Simon Studerus bereits den dritten Treffer markiert. Der Schuss wird unglücklich von einem Walliser ins eigene Goal gelenkt.

Haberstich trifft erneut

Nach acht Minuten verzeichnen die Kyburgstädter die nächsten Topchancen. Erst vergibt Marc Scheuner, bevor Dominik Gyger für den Shorthander nur der Pfosten im Weg steht. Gleich im Anschluss kann Martigny verkürzen.

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Fabian Haberstich erzielte das 4:1 für den EHC Thun. - Brigitte Münger

Topscorer Romain Seydoux hat im Powerplay etwas zu viel Platz und netzt eiskalt ein. Eine Minute später legen die Thuner aber bereits wieder nach. Dieses Mal ist es Fabian Haberstich, der den EHC Thun 4:1 in Führung bringt.

In der 17. Minute vergibt Scheuner auf Zuspiel von Captain Reymondin seine zweite Topchance. Eine halbe Minute vor Drittelsende schiesst Thuns Aron Krähenbühl einen Bock und verliert die Scheibe völlig unnötig. Remy Rimann kann profitieren und Stephan Küenzi im Thuner Tor bezwingen.

Rückkehrer Reymondin mit Doppelpack

Im Mitteldrittel geht das Schützenfest gleich weiter. In der 22. Minute treffen sowohl Nicola Christen und Joel Reymondin für Thun. Im weiteren Verlauf vergeben Krähenbühl und Haberstich das siebte Tor.

Nach 36 Minuten landet die Scheibe dann doch noch hinter Yann Fevre. Das Tor von Yannick Gugelmann wird allerdings annuliert – der Schiedsrichter hatte bereits abgepfiffen.

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Bereits zum dritten Mal innert acht Tagen wurde dem EHC Thun ein Tor aberkannt. Dieses Mal war Yannick Gugelmann der Pechvogel. - Brigitte Münger

Im Schlussabschnitt scheitert Pascal Rossel im Alleingang in Unterzahl. Martigny kann nach 46 Minuten durch Matteo Valenza verkürzen, wird aber nicht mehr ernsthaft gefährlich. So beendet der EHC Thun das Jahr 2022 mit einem Sieg und überwintert auf Rang zwei.

Der einzige Wehrmutstropfen an diesem Abend: Der 18-jährige Remo Bieri wird kurz vor Schluss mit einem Blind-Side-Hit gegen den Kopf ausser Gefecht gesetzt. Martignys Mike Vermeille erhält völlig zurecht eine Fünf-Minuten-Strafe.

Coaches verlängern ihre Verträge

Einen wichtigen Pfeiler für die Zukunft haben die Thuner bereits eingeschlagen: Die Verträge von Headcoach Steiner, Assistenztrainer Bosshardt und Goalietrainer Zeller wurden allesamt verlängert.

«Ich sehe, dass alle hier im Verein mit dem Herzen dabei sind. Wir können in Thun etwas bewegen», so Steiner. Der Headcoach freute sich am Mittwochabend über den Sieg, blieb aber gewohnt selbstkritisch und akribisch: «Ich war unzufrieden mit dem ersten Drittel, wir haben da nur mit aber nicht ohne Puck gearbeitet.»

«Die Mannschaft hat im zweiten Drittel gut reagiert», freut sich Steiner. «Wir stehen zurecht da, wo wir jetzt sind. Aber wir tun gut daran, auch im neuen Jahr zu machen und nicht nur zu hoffen», erklärt der 42-Jährige.

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Daniel Steiner, Headcoach des EHC Thun, gab den jungen Spielern das Vertrauen. - Brigitte Münger

Nun steht für den EHC Thun über Weihnachten und Neujahr eine kurze Pause an. Ins neue Jahr starten die Berner Oberländer am Mittwoch 4. Januar mit einem Heimspiel gegen Franches-Montagnes-

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