Wegen Nahost-Krieg: So leiden Hotels und Shops in Interlaken
Die Schweizer Tourismus-Branche bekommt die Folgen des Nahost-Krieg zu spüren. Auch in Interlaken BE ist die Verunsicherung bei Gästen und Hotels gross.

Das Wichtigste in Kürze
- Wegen des Iran-Kriegs fehlen in Interlaken BE die Touristen.
- Die Hotelbuchungen für Frühling und Sommer bleiben verhalten.
- Souvenirshops treffen erste Massnahmen.
Der Tourismus-Standort Schweiz leidet unter dem Nahost-Krieg. Wegen annullierter Flüge und steigender Preise bleiben die ausländischen Gäste weg. Vor allem jene aus Asien und dem arabischen Raum.
Das macht sich auch im Tourismus-Hotspot Interlaken BE bemerkbar: Hier ist aktuell deutlich weniger los als sonst.

Bastian Hofmann, Geschäftsführer des Stella Hotels in Interlaken BE, spürt vor allem eine grosse Verunsicherung der Gäste. «Jetzt sollten die Buchungen für den Frühling und den Sommer kommen. Die sind aktuell aber sehr verhalten», sagt Hofmann gegenüber «TeleBärn».

Problematisch sei die Situation aktuell zwar noch nicht, für den Betrieb bedeute dies aber eine grosse Planungsunsicherheit: «Wir wissen nicht, was auf uns zukommt.»
Nahost-Krieg: Souvenirshops reagieren
Auch das Gewerbe im Ort spürt die fehlenden Touristen und trifft erste Massnahmen. «Ich bin zurückhaltender, was Bestellungen betrifft», sagt Anita Wampfler im Gespräch mit «TeleBärn». Sie ist Geschäftsführerin des Souvenirladens «Swiss Alpine Shop».
Ein anderer Betreiber eines Souvenirshops vergleicht die Situation gar mit der Corona-Pandemie. Er hat Existenzängste und fordert, dass der Bund die Tourismusbranche finanziell unterstützt.
«Stornierungswellen» nach Kriegsbeginn
Schweiz Tourismus meldete wenige Tage nach Kriegsbeginn regelrechte «Stornierungswellen». Vor allem Gäste aus Asien hatten aufgrund der annullierten Flüge ihre Reise in die Schweiz abgesagt. Betroffen waren etwa beliebte Reiseziele wie Luzern oder die Rigi.

So schlimm scheint die Situation in Interlaken BE noch nicht zu sein. Wie stark die Auswirkungen des Krieges die Gemeinde treffen, wird sich erst noch zeigen.
Klar ist aber: Die Verunsicherung im Ferienort ist gross.












