Keine hochrangigen Politiker aus Österreich zu Olympia

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Deutschland,

Aus Österreich werden keine hochrangigen Politiker zu den Olympischen Winterspielen nach China reisen.

Karl Nehammer (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, spricht während einer Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage. Foto: Florian Wieser/APA/dpa
Karl Nehammer (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, spricht während einer Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage. Foto: Florian Wieser/APA/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • «Das ist aber kein diplomatischer Protest oder Boykott, sondern einzig der Tatsache geschuldet, dass die Covid-Auflagen in China zu Recht sehr hoch sind», erklärte Nehammer.

Das hat der neue Bundeskanzler Karl Nehammer in einem Interview der Tageszeitung «Welt» angekündigt.

«Das ist aber kein diplomatischer Protest oder Boykott, sondern einzig der Tatsache geschuldet, dass die Covid-Auflagen in China zu Recht sehr hoch sind», erklärte Nehammer.

Aufgrund der Corona-Pandemie könnten Politiker dort nicht mit den Sportlern ihres Landes persönlich zusammentreffen. Es bringe also nichts, wenn Politiker oder Diplomaten aus Österreich nach China reisten, um dort per Videokonferenz mit den Sportlern und Sportlerinnen des Landes zu sprechen. «Da treffe ich mich lieber persönlich mit unseren Athleten in Wien. Wir sind gegen eine Politisierung der Spiele und stimmen uns in der EU ab», sagte Nehammer weiter.

Der neue deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hatte Ende vergangener Woche gesagt, er habe noch keine Entscheidung über einen möglichen diplomatischen Boykott der Winterspiele getroffen. Es werde das Gespräch mit vielen anderen gesucht, «weil wir hier abgestimmt agieren wollen», erklärte der SPD-Politiker nach seinem Antrittsbesuch bei Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Der französische Staatschef hat klar gemacht, dass er einen diplomatischen Boykott nicht für hilfreich hält.

Länder wie Kanada und Grossbritannien haben sich dagegen einer US-Initiative angeschlossen. Sie sieht vor, keine Regierungsvertreter vom 4. bis 20. Februar 2022 nach Peking zu entsenden. China steht wegen Menschenrechtsverletzungen im Umgang mit Uiguren und Tibetern, wegen der Unterdrückung der Demokratiebewegung in Hongkong und Drohungen gegen Taiwan in der Kritik.

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