Von den insgesamt zehn deutschen Tennisprofis bei den French Open sind drei am ersten Turniertag im Einsatz, auch die beiden Aushängeschilder Alexander Zverev und Angelique Kerber.
Der Weltranglisten-Sechste Zverev trifft am ersten Tag der French Open auf den deutschen Qualifikanten Oscar Otte. Foto: Alessandra Tarantino/AP/dpa
Der Weltranglisten-Sechste Zverev trifft am ersten Tag der French Open auf den deutschen Qualifikanten Oscar Otte. Foto: Alessandra Tarantino/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Alexander Zverev und Angelique Kerber gehen die French Open gleich am ersten Tag los.

Auf Zverev wartet ein deutsches Tennis-Duell mit dem Qualifikanten Oscar Otte. Die zuletzt für Schlagzeilen sorgende Naomi Osaka eröffnet das Turnier auf dem Center Court.

Der Blick auf den heutigen Sonntag in Paris:

DIE SPIELE DER DEUTSCHEN:

Zverev trifft beim zweiten Grand-Slam-Turnier der Saison im vierten Match des Tages (Beginn der Spiele 11.00 Uhr/Eurosport) auf den Kölner Oscar Otte. Der 27-Jährige ist die Nummer 152 der Welt und hat sich über die Qualifikation einen Platz im Hauptfeld von Roland Garros erkämpft. Noch nie standen sich der Weltranglisten-Sechste Zverev und Otte gegenüber. Kerber bekommt es gleich um 11.00 Uhr mit der Qualifikantin Anhelina Kalinina aus der Ukraine zu tun. Von den zehn deutschen Profis ist am ersten Tag des Sandplatz-Events zudem noch Yannick Hanfmann gefordert. Der 29 Jahre alte Karlsruher spielt im zweiten Match des Tages gegen Henri Laaksonen aus der Schweiz.

DAS SAGEN DIE BEIDEN DEUTSCHEN TOP-PROFIS:

Auf die Frage, wie er sich in Deutschland beliebter machen könnte, sagte der 24 Jahre alte Zverev in einem Interview der «Bild am Sonntag»: «Ich bin gerade in Paris. Das einfachste, aber auch das schwerste Mittel ist, einen Grand Slam zu gewinnen. Kriege ich das hin, wäre das nicht schlecht.» Kerber geht trotz ihrer zuletzt mässigen Ergebnisse und des häufig frühen Ausscheidens in Paris hochmotiviert in das Turnier. Sie werde «alles dafür tun, um mein bestes Tennis wieder zu spielen», sagte sie in einem RTL-Interview. «Ich weiss, wie's geht, ich bin fit, ich fühle mich gut. Jetzt geht es nur darum, das Beste zu geben und sieben Matches zu gewinnen.»

ZUSCHAUER:

Im vergangenen Jahr waren die French Open wegen der Coronavirus-Pandemie in den Herbst verschoben worden - bei oft nasskalter Witterung durften maximal 1000 Zuschauer auf die gesamte Anlage. In diesem Jahr sollen an den ersten zehn Turniertagen etwas mehr als 5000 Zuschauer zugelassen sein - je 1000 Besucher in den drei grössten Arenen und einige Hundert Zuschauer auf den Aussenplätzen. Vom 9. bis 13. Juni, wenn nur noch in den grössten Stadien gespielt wird, sollen dort jeweils 5000 Fans rein dürfen. Die Veranstalter planen im Optimalfall mit insgesamt etwas mehr als 118 000 Besuchern während der zwei Wochen.

DAS GROSSE AUFREGER-THEMA:

Da hat die Australian-Open-Siegerin Naomi Osaka aber eine ganz schöne Debatte ausgelöst. Ihre Ankündigung, bei den French Open nicht mit den Medien sprechen zu wollen, sorgte für Aufregung. Die 23 Jahre alte Japanerin bestreitet am Sonntag das erste Match im grössten Stadion der Anlage, dem Court Philippe Chatrier, gegen Patricia Maria Tig aus Rumänien. Und wird anschliessend wohl tatsächlich nicht zur eigentlich obligatorischen Pressekonferenz kommen.

UND WER SPIELT NOCH?

Von den grossen Namen treten noch der österreichische US-Open-Sieger Dominic Thiem (gegen Pablo Andujar aus Spanien) und der an Nummer fünf gesetzte Grieche Stefanos Tsitsipas (gegen den Franzosen Jeremy Chardy) bereits am Sonntag an.

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