Hund

    Verwaltungsgericht lässt Halterin von bissigem Hund abblitzen

    Keystone-SDA Regional
    Keystone-SDA Regional

    Zürich,

    Eine Hundehalterin aus dem Kanton Zürich muss künftig auf ihren Liebling verzichten: Nachdem er fünf Mal zugebissen hatte und auch Kinder verletzte, beschlagnahmte das Veterinäramt das Tier. Zu Recht, findet das Verwaltungsgericht.

    Ein Hund aus dem Kanton Zürich biss immer wieder zu. Auch die Leinen- und Maulkorbpflicht half nicht. (Symbolbild)
    Ein Hund aus dem Kanton Zürich biss immer wieder zu. Auch die Leinen- und Maulkorbpflicht half nicht. (Symbolbild) - KEYSTONE/APA/APA/GEORG HOCHMUTH

    «Der Verzicht auf das Tier muss der Halterin zugemutet werden, auch wenn sie diese Massnahme persönlich hart trifft», schreibt das Verwaltungsgericht in seinem Urteil. Die Bevölkerung habe das Risiko einer weiteren Bissattacke nicht hinzunehmen. Auch wenn keines der Opfer bleibende physische Schäden davongetragen habe.

    Was nun mit dem Hund passiert, ist noch offen. Die Halterin zog das Urteil ans Bundesgericht weiter. Erst bei einem rechtskräftigen Entscheid wird das Veterinäramt prüfen, ob das Tier eingeschläfert wird oder nicht. Es neu zu platzieren, dürfte angesichts seines Alters und seiner Vorgeschichte aber schwierig werden.

    Hast du ein Haustier?

    Das Veterinäramt verhängte zwar bereits 2024 eine Leinenpflicht. Später folgte zusätzlich eine Maulkorbpflicht. Dies nützte jedoch wenig. Die Halterin ist «vehemente Maulkorb-Gegnerin», so das Urteil des Verwaltungsgerichts. Sie dürfte es mit der Massnahme also nicht sehr genau genommen haben.

    Das Urteil des Verwaltungsgerichts führt eine ganze Liste von schmerzhaften Vorfällen auf, die teilweise im Spital endeten: Bereits im Jahr 2018 schnappte der Hund zu, als er auf dem Boden lag und ihm jemand auf die Pfote gestanden war. Später ging er ohne Vorwarnung auf einen Passanten los und biss ihn ins Bein. Ein anderes Mal traf es eine E-Bike-Fahrerin.

    In zwei Fällen waren Kinder betroffen, die mit dem Velo «verbotenerweise auf dem Trottoir fuhren» respektive «wild fuchtelnd» auf den Hund zurannten, wie es die Halterin ausdrückte. Im Mai 2025 beschlagnahmte das Veterinäramt das Tier schliesslich.

    In 45 E-Mails ans Veterinäramt forderte die Halterin daraufhin die «unverzügliche Herausgabe» des Hundes. Bei allen Vorfällen sah sie die Schuld bei den Opfern, nicht bei ihrer Erziehung.

    Kommentare

    User #5829 (nicht angemeldet)

    Also wenn mir Jemand auf die Pfote steht, schnappe ich als Hund auch zu! Was soll das Alles ? Amnestie für Türbesitzerin und Hund !!!! 🐕 Wuff...

    User #2526 (nicht angemeldet)

    Es sollten nur Personen Hunde halten dürfen, die ihn für die Arbeit brauchen. Nur als psychologische Stütze bzw. als Ersatzfreund sollten Hunde generell verboten werden. Gilt besonders in der Stadt.

    Weiterlesen

    a
    25 Interaktionen
    Im Zürcher Kreis 4
    Bob Dylan Handyverbot
    56 Interaktionen
    Bob Dylan

    MEHR HUND

    hund
    287 Interaktionen
    Bei Nestlé
    Nationalpark
    67 Interaktionen
    Hund & Velo
    Warum die Hundeschule so wichtig ist
    2 Interaktionen
    Mensch und Hund
    Bernhardzell SG
    Bernhardzell SG

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    GC
    7 Interaktionen
    2:2 gegen Vaduz
    SVP-Nationalrat Benjamin Fischer. - keystone
    138 Interaktionen
    Feuerwerks-Initiative
    Unter Zürich wird der Platz knapp. - Amt für Städtebau Stadt Zürich
    125 Interaktionen
    «Verdichtung»