Burgdorfer GLP-Kandidat gewinnt Kampfwahl um zweites Vizepräsidium

Keystone-SDA Regional
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Bern,

Michael Ritter (GLP/Burgdorf) ist am Montag zum zweiten Vizepräsidenten des bernischen Grossen Rates gewählt worden. Er entschied die Kampfwahl gegen Christoph Zimmerli (FDP/Bern) zu seinen Gunsten.

Michael Ritter (GLP) hat das Ratspräsidium 2028 in Sicht. (Archivbild)
Michael Ritter (GLP) hat das Ratspräsidium 2028 in Sicht. (Archivbild) - Handout: Kanton Bern

87 Ratsmitglieder stimmten für Ritter, die Stimmenzahl von Zimmerli wurde nicht bekanntgegeben. Das absolute Mehr lag bei 78 Stimmen. Die Parteien beider Kandidaten hatten das Amt für sich beansprucht.

Das dreiköpfige Ratspräsidium wechselt nach einem Rotationsprinzip. Während die SVP und die SP als grösste Parteien je einmal pro Legislatur zum Zug kommen, teilen sich die übrigen Parteien die verbleibenden zwei Plätze pro Legislatur. Sie haben zwei Gruppen gebildet – die eine besteht aus GLP, Grünen und EVP, die andere aus FDP, Mitte und EDU.

Die Regeln der Rotation sind allerdings nicht in Stein gemeisselt, weshalb sie immer wieder Anlass zu Diskussionen geben. Die Vorstellungen, was eine faire und nachvollziehbare Abfolge bedeutet, gehen nach wie vor auseinander, wie sich in der Debatte zeigte.

Die bürgerlichen Parteien waren gestärkt aus den Wahlen vom vergangenen März hervorgegangen. Trotzdem hatten sie beim ersten Machtkampf der neuen Legislatur das Nachsehen.

Der Burgdorfer Michael Ritter gehört dem Grossen Rat seit 2019 an. Fraktionschefin Marianne Schild warb für ihn mit den Worten, er vereine breite politische Erfahrung im Kantonsparlament mit Exekutiverfahrung als Gemeinderat in Burgdorf.

Als Bauernsohn und Gymnasiallehrer sei er im Kanton Bern stark verankert. Er kenne sowohl die parlamentarischen Abläufe als auch die unterschiedlichen Lebensrealitäten im Kanton.

Unbestritten war die Wahl von Anne Speiser (SVP/Zweisimmen) zur Ratspräsidentin. Mit 157 Stimmen schaffte sie ein Glanzresultat. Zur ersten Vizepräsidentin wurde Katharina Baumann (EDU/Münsingen) mit 156 Stimmen gewählt, die damit in einem Jahr zur «höchsten Bernerin» aufrücken dürfte.

Der Grosse Rat nahm am Montag die neue Legislatur in Angriff. Im Rahmen der konstituierenden Sitzung wählte das Parlament auch die Mitglieder seiner acht ständigen Kommissionen sowie deren Präsidien. Die Resultate werden am Dienstag bekanntgegeben.

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Tschau Bern.

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