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    Berner GLP findet beim Thema Frühfranzösisch keine Unterstützung

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    Die Berner GLP beantragte im Grossen Rat die Abschaffung des Frühfranzösisch. Mangels Unterstützung hat sie am Dienstag ihren Vorstoss zurückgezogen.

    Der Grosser Rat debattierte über das Frühfranzösisch. (Symbolbild)
    Der Grosser Rat debattierte über das Frühfranzösisch. (Symbolbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

    Das Erlernen der französischen Sprache sei für die GLP ein zentrales Anliegen, sagte der Fraktionssprecher Roland Lüthi. «Die Einführung des Frühfranzösisch hat die Leistungen aber trotz des riesigen Aufwands nicht verbessert», begründete er die Motion.

    Die Leistungen hätten sich sogar verschlechtert, das sei erwiesen. «Die Einführung war ein Fehler.»

    Eine Verschiebung des Unterrichts hätte «die dramatische Situation gestoppt», so Lüthi. Der Rat aber verhindere eine «dringende Reform», rügte er seine Kolleginnen und Kollegen im Ratssaal. «Sie haben aus einer pädagogischen Frage eine staatspolitische Angelegenheit gemacht.» Das gefährde die zweite Landessprache.

    Seine Partei habe den Vorstoss zurückgezogen, weil sie «entgegen allen Zusicherungen keine Unterstützung von anderen Fraktionen» erhalten habe. Die GLP erwarte nun, dass die Bildungskommission am Thema dranbleibe.

    Die Fraktion der GLP hatte in einer Motion eine Verschiebung des Französischunterrichts im deutschsprachigen Kantonsteil von der 3. und 4. Klasse um zwei Schuljahre nach hinten gefordert. Die freiwerdenden Ressourcen wollte die GLP unter anderem in die Förderung von deutsch-französischen Klassen im ganzen Kanton stecken.

    Das Anliegen stiess besonders bei den 17 Vertreterinnen und Vertretern des französischsprachigen Teils im Rat, der sogenannten Deputation, auf Ablehnung. Das hatte Tamedia vergangene Woche publik gemacht.

    Auch der Regierungsrat wollte nichts vom Vorhaben der GLP wissen. Die Zweisprachigkeit und das frühe Erlernen der französischen und deutschen Sprache und Kultur in der Schule gehörten zur Identität des Kantons Bern, hatte er in seiner Vorstossantwort geschrieben. «Als zweisprachiger Kanton nimmt der Kanton Bern auch eine besondere Brückenfunktion zwischen der Deutschschweiz und der Westschweiz ein.»

    Auch widersprach die Regierung der GLP, wonach die Mehrheit der Schulkinder durch den frühen Fremdspracherwerb überfordert sei. Allerdings sei eine Weiterentwicklung des Französisch- und des Sprachunterrichts nötig. «Die Regierung hat auf verschiedenen Ebenen wesentliche Massnahmen zur Förderung des Französischunterrichts eingeleitet.»

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    Kommentare

    User #5480 (nicht angemeldet)

    Französisch ist definitiv keine "Wichtige" Sprache mehr. Die Welt ist globalisiert und es wäre viel wichtiger sehr früh englisch zu lernen, damit man es dann kann und sich nicht wie unsere Bundesräte bis aufs Peinlichste blamiert.

    User #4554 (nicht angemeldet)

    Die GLP ist doch "liberal", oder verstehe ich das falsch? Liberal im zweisprachigen Kanton, und hier die zweite Sprache vernachlässigen? Ist etwas gar liberal? Oder ist Französisch nicht (mehr) die zweite Sprache?

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