Anti-WEF-Demo: Polizei stürmt in die Menge der Teilnehmenden
In der Stadt Bern wurde eine unbewilligte Kundgebung angekündigt. Linksextreme Gruppierungen demonstrieren gegen das am Montag startende Weltwirtschaftsforum.
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Das Wichtigste in Kürze
- In Bern findet heute eine unbewilligte Demonstration gegen das Weltwirtschaftsforum statt.
- WEF-Kritiker haben sich mit Pro-Palästina-Gruppen solidarisiert.
- Die Kantonspolizei Bern ist mit einem Grossaufgebot und ausserkantonalen Behörden vor Ort.
- Mit dem Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.
Kommende Woche beginnt vor der Davoser Bergkulisse das Weltwirtschaftsforum (WEF). Zahlreiche führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik werden erwartet, darunter auch der US-Präsident Donald Trump.
Bereits im Vorfeld sorgt das Treffen für Spannungen. In Zuge dessen wurde für heute Nachmittag in der Stadt Bern eine unbewilligte Anti-WEF-Demonstration angekündigt.
Wir stehen beim Bahnhofplatz in #Bern aufgrund einer unbewilligten Kundgebung im Einsatz. Eine friedliche Platzkundgebung wird gemäss Auftrag der Stadt toleriert. Ebenfalls sind wir an der Thunstrasse vor Ort, für die Sicherheit einer bewilligten Veranstaltung. Wir beobachten die… https://t.co/IsRPpnpXR3
— Kantonspolizei Bern (@PoliceBern) January 17, 2026
Die Berner Kantonspolizei steht mit einem Grossaufgebot bereit. Sie wird dabei von Polizeikräften aus anderen Kantonen unterstützt. Die Behörden appellieren derweil an die Bevölkerung, von einer Teilnahme an der Kundgebung abzusehen.

Weder Route noch Ablauf der Demonstration sind bekannt. Entsprechend ist es schwierig abzuschätzen, wie sich die Situation entwickelt. Mit dem Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.
Demo-Teilnehmende und Passanten eingekesselt
16.36: Sowohl die Teilnehmenden der Demonstration als auch Passanten, die sich im abgeriegelten Bereich befinden, wurden von der Polizei eingekesselt.

Dort befinden sich aktuell rund hundert Personen. Die Behörden führen Personenkontrollen durch.
Behörden stürmen in die Menge
16.30: Die Polizei hat die Menge der Teilnehmenden gestürmt. Alle, die sich im abgesperrten Bereich befinden, werden nun kontrolliert.
Bahnhof-Unterführung verriegelt
16.23: Nachdem einige Demo-Teilnehmende versucht haben, den Bahnhofplatz durch die Unterführung zu verlassen, hat die Polizei auch diesen Ausgang verriegelt.

Polizei droht mit Festnahmen
16.12: Nach drei Runden, die der Demonstrationszug über den abgesperrten Platz gedreht hat, hat die Polizei die Teilnehmenden aufgefordert, den Platz bis 16:15 Uhr zu verlassen.
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Wer diese Aufforderung nicht befolge, müsse mit einer Festnahme rechnen.
Passanten laufen in abgeriegelten Bereich
16.01: Trotz der vollständigen Abriegelung durch die Behörden laufen vereinzelte Passanten quer über den Bahnhofplatz in die Menge. Die Bahnhofsausgänge wurden offenbar nicht abgesperrt.
Demonstrierende laufen los
15.46: Die Demonstrierenden haben den Umzug gestartet, derzeit im Kreis über den Bahnhofplatz.
Dieser wurde durch die Polizei vollständig abgeriegelt. Schätzungsweise sind rund hundert Polizisten im Einsatz.
Polizei toleriert Kundgebung, keinen Umzug
15.36: Die Behörden informieren mit Lautsprechern. Dreisprachig kommuniziert die Polizei, dass eine Platzkundgebung toleriert werde. Ein Umzug werde jedoch durch die Behörden gestoppt.

Die ersten Reihen der Demonstrierenden sind vermummt.
Sicherheitsdirektor Alec von Graffenried vor Ort
15.25: Auch der Sicherheitsdirektor Alec von Graffenried ist an der Demonstration in Bern vor Ort.

Auf dem Bahnhofplatz versammeln sich derweil erste Kundgebungsteilnehmer. Die Kantonspolizei steht mit Dialogteams im Einsatz, um Kontakt zu den Teilnehmenden aufzunehmen.
Demonstration vor iranischer Botschaft
15.23: Ebenfalls heute fand eine bewilligte Kundgebung vor der iranischen Botschaft in Bern statt. Rund 200 Menschen haben lautstark gegen die Massenproteste im Iran demonstriert.
Die Kundgebung verlief zunächst ohne Zwischenfälle. Einsatzkräfte der Polizei standen in Vollmontur vor der abgeriegelten Botschaft.
Bei einer ähnlichen aber unbewilligten Demonstration am Dienstag mussten die Behörden Reizstoff einsetzen.
Erste Wegweisungen ausgesprochen
15.18: Die Kantonspolizei Bern hat gemäss eigenen Angaben erste Wegweisungen aufgrund von mitgeführtem Vermummungsmaterial, weiterem Material und Schutzausrüstung ausgesprochen.
Kapo führt erste Personenkontrollen durch
15.08: Kurz nach dem offiziellen Start der Kundgebung führt die Kantonspolizei Bern erste Personenkontrollen durch. Das gaben die Behörden auf der Plattform X bekannt.

Bei den Kontrollen sei bereits Vermummungsmaterial sichergestellt worden.
US-Botschaft warnt vor Demo
Am Freitagabend veröffentlichte die US-Botschaft in Bern eine entsprechende Mitteilung.
— U.S. Embassy Bern (@USEmbassyBern) January 16, 2026
Die Botschaft hat eine «Sicherheitswarnung» ausgesprochen. Es sei mit Strassensperrungen zu rechnen.
Organisationen fordern «Smash WEF»
In den sozialen Medien rufen WEF-Kritiker zur Teilnahme an der Kundgebung in Bern auf.
«Berns Revolutionäre Jugend» schreibt auf Instagram von einem «Mördertreff». Unter dem Motto «Smash WEF» fordert die Organisation «Krieg dem Krieg».
















