Wladimir Putin

    Wladimir Putin nennt Menschenrechtsgerichtshof voreingenommen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Russland,

    Kremlchef Wladimir Putin hat den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte als «politisch voreingenommen» bezeichnet.

    Wladimir Putin
    Der russische Präsident Wladimir Putin. (Mikhail Metzel, Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wladimir Putin nennt den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte «voreingenommen».
    • So begründet er Russlands Rückzug aus dem EGMR.
    • Wegen des Ukraine-Kriegs ist das Land nicht mehr Teil der EU-Menschenrechtskonvention.

    Kremlchef Wladimir Putin hat Russlands Rückzug aus dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) mit dessen angeblich zunehmend politischer Voreingenommenheit begründet.

    «Einzelne Urteile des Gerichts – EGMR – trugen offen politischen Charakter», sagte Putin der Nachrichtenagentur Interfax zufolge am Dienstag beim russischen Richtertag.

    Zuletzt habe dies «unerträglichen Charakter» angenommen. «Voreingenommenheit und Befangenheit sind, wie immer auch sie gerechtfertigt werden, in jedem Fall für ein Justizsystem absolut nicht hinnehmbar», sagte er.

    Russland wegen Krieg ausgeschlossen

    Russland wurde schon vor Monaten wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine aus dem Europarat ausgeschlossen. Dadurch ist das flächenmässig grösste Land der Erde auch kein Mitglied der Europäischen Menschenrechtskonvention mehr, für deren Einhaltung der Gerichtshof sorgt. Dennoch sind am Gerichtshof für Menschenrechte noch mehrere Tausend Klagen gegen Moskau anhängig. Moskau hat bereits angekündigt, sich nicht an die Urteile zu halten.

    europäischer gerichtshof für menschenrechte
    Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Die Türkei muss eine Geldstrafe bezahlen. - keystone

    Der Gerichtshof verurteilte Russland bereits in der Vergangenheit in zahlreichen Verfahren wegen der Missachtung von Menschen- und Bürgerrechten zu Schadenersatzzahlungen. Ärger in Moskau riefen dabei vor allem Urteile zum Yukos-Konzern oder dem Kremlkritiker Alexej Nawalny hervor, denen Strassburg Ausgleichszahlungen zusprach. In beiden Fällen stellte der EGMR ein politisch motiviertes Urteil russischer Gerichte fest.

    Nach Angaben von Wladimir Putin wird der Rückzug Russlands aus dem EGMR keine Verschlechterung der Rechtslage für die russischen Bürger nach sich ziehen. Kritiker hingegen beklagen eine deutliche Verschärfung repressiver Gesetze seit dem Einmarsch in die Ukraine vor rund einem Jahr. Vor allem Kriegsgegner wurden seitdem teils mit drakonischen Strafen belegt.

    Mehr zum Thema:

    Weiterlesen

    ukraine krieg Wladimir Putin
    206 Interaktionen
    Fürchtet Verschwörung
    Wladimir Putin
    41 Interaktionen
    «Klein», «korrupt»
    70 Interaktionen
    Ukraine-Äusserungen

    MEHR IN POLITIK

    musk trump
    1 Interaktionen
    Für Ukraine
    trump
    Washington
    putin
    2 Interaktionen
    Nach Witkoff-Besuch

    MEHR WLADIMIR PUTIN

    aa
    2'309 Interaktionen
    Westen als Ziel
    Wladimir Putin
    882 Interaktionen
    Drohne in Leipzig
    Donald Trump Wladimir Putin
    179 Interaktionen
    Nach Ukraine-Angriff
    Wladimir Putin
    59 Interaktionen
    3 Jahre verschwunden

    MEHR AUS RUSSLAND

    Putin
    40 Interaktionen
    Nach der Wahl
    ukraine putiin
    84 Interaktionen
    Neue Gespräche
    Kremlchef Wladimir Putin
    83 Interaktionen
    Kreml
    13 Interaktionen
    Kaliningrad