Moskau erwartet neue Friedensgespräche in Kürze

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Russland,

Die trilateralen Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA könnten schon in den kommenden Tagen in die nächste Runde gehen. Das berichtete die russische Staatsagentur Tass unter Berufung auf einen nicht näher genannten Informanten in Moskau. Demnach könnten die Unterhändler schon am 26. Februar in Genf zu einer vierten Gesprächsrunde zusammenkommen. Aus Kiew und Washington gab es dazu vorerst keine Bestätigung. Am 24. Februar ist der vierte Jahrestag der von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Invasion des Nachbarlands.

HANDOUT - Trilaterale Gespräche zwischen den USA, der Ukraine und Russland in Genf. Foto: -/Ukrainian National Security and Defense Council press office/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redak...
HANDOUT - Trilaterale Gespräche zwischen den USA, der Ukraine und Russland in Genf. Foto: -/Ukrainian National Security and Defense Council press office/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redak... - Keystone/Ukrainian National Security and Defense Council press office/AP/-

Nach zwei Treffen in Abu Dhabi im Januar und Anfang Februar waren Vertreter Moskaus, Kiews und Washingtons Mitte Februar in Genf zusammengetroffen. Russlands Verhandlungsführer Wladimir Medinski bezeichnete die Gespräche anschliessend als «schwierig, aber sachlich».

Bei den Verhandlungen ist bisher eine Einigung auf ein Kriegsende nicht in Sicht, weil Russland seine Maximalforderungen nicht erfüllt sieht. Moskau fordert etwa, dass Kiew seine Truppen aus jenen Teilen des Donbass abzieht, die weiter unter ukrainischer Kontrolle stehen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt das kategorisch ab – und sieht auch im Fall eines Referendums keine Chance, dass die ukrainische Bevölkerung einem Gebietsverzicht zustimmen würde.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #4317 (nicht angemeldet)

Theoretisch könnte Putin das ganze kostspielige Unternehmen, dass Russland bisher Hunderttausende von Soldatenleben, empfindliche westliche Sanktionen und einen latenten Kriegsüberdruss in der eigenen Bevölkerung eingebracht hat, ganz abbrechen, indem er seine Truppen nach Hause beordert. Oder er könnte sich mit den eroberten Gebieten im Donbass zufriedengeben und zumindest Hand zu einem entsprechenden Waffenstillstand bieten. Beides kommt in Putins Kalkül zurzeit offenbar nicht in Frage. Der Moskauer Soziologe Lew Gudkow, der Leider des Meinungsforschungsinstituts Lewada-Zentrum, hat unlängst in einem langen Gespräch mit dem deutschen «Spiegel» betont, dass nach seinen Erkenntnissen eine deutliche Mehrheit der Russen (60%) einen generellen Abzug der Streitkräfte aus der Ukraine als «vollständige Niederlage» empfinden und dies eine Welle des Unmuts und einen Verlust von Putins Autorität auslösen würde. Eine Einfrierung des Konflikts, respektive einen Waffenstillstand entlang der heutigen Frontlinie, würde die Bevölkerung zwar ebenfalls mit Unmut aufnehmen, aber letztlich doch akzeptieren, erklärt Gudkow.

Sledge Hammer

Der Bürgenstock kam für die Gespräche nicht in Frage, da die Räume noch immer von der von Cassis initiierten Waffenschieberkonferenz belegt sind.

Weiterlesen

as
«Bewaffnet»
x
Interne Umfrage zeigt

MEHR IN POLITIK

MEHR AUS RUSSLAND

36 Interaktionen
Moskau
Rakete Ukraine
31 Interaktionen
Ischewsk
Wladimir Putin
96 Interaktionen
«Katastrophe»
x
114 Interaktionen
Putin unter Druck