Touristenbus bricht auf Eisplatte von tiefstem See der Welt ein
Ein Ausflug über das Eis endet in einer tödlichen Katastrophe: Auf dem Baikalsee brach ein Touristen-Minibus ein.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Touristenbus brach auf dem Baikalsee durchs Eis. Acht Passagiere kamen ums Leben.
- Der Tourguide ignorierte die Sperrung: Trotz der Eisschicht sind diese Fahrten riskant.
- Der Baikalsee liegt in Sibirien und gilt als tiefster See der Welt.
Ein Touristen-Minibus ist auf dem Baikalsee durch die Eisoberfläche gebrochen. Acht Personen kamen dabei ums Leben. Bei den Opfern handelt es sich um sieben chinesische Touristen und den Fahrer.
Der See in Sibirien gilt als tiefster See der Welt.
Videoaufnahmen dokumentieren die Momente nach der Tragödie. Sie zeigen, wie der einzige Überlebende versucht, aus dem versunkenen Fahrzeug zu klettern. Der Gouverneur der Region Irkutsk, Igor Kobsew, schrieb auf der Plattform Telegram, ein Tourist habe sich retten können.
Weitere anwesende Touristen beobachteten das Geschehen entsetzt. Einer von ihnen wagt noch einen Rettungsversuch mithilfe eines Seils.
Taucher bargen Opfer aus grosser Tiefe
Unter den Todesopfern befand sich ein 12-jähriges Mädchen, wie lokale Medien berichten. Auch beide Elternteile des Kindes kamen ums Leben.
Der 44-jährige Chauffeur starb ebenfalls. Die weiteren Opfer waren zwischen 28 und 40 Jahren alt. Taucher bargen die Leichen aus etwa 18 Metern Tiefe.
Fahrer missachtete Sperrstrecke
Der Fahrer wird beschuldigt, auf einer gesperrten «Eisstrasse» auf dem See gefahren zu sein – Warnungen zum Trotz.
Ermittler sprachen mit dem Überlebenden und einem chinesischen Touristen. Auch die Frau des Fahrers wurde befragt. Das Ehepaar hatte gemeinsam Touren zur heidnischen Kultur der Region organisiert.
Der Minibus war Berichten zufolge nicht offiziell registriert. Lokale Beamte sagten, Touristen würden bei den Eisfahrten «den Tod riskieren».
Trotz der Minusgrade und dem bis zu einem Meter dicken Eis bleibt es gefährlich. Risse und wärmere Unterströmungen machen die Eisstrassen unsicher, selbst im harten sibirischen Winter.
Naturwunder mit Sicherheitsrisiko
Der Baikalsee gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Er liegt nahe der Grenze zur Mongolei. Im Winter zieht er viele Schlittschuhläufer und Skifahrer an.
Als grösster Süsswassersee der Welt birgt er etwa 20 Prozent des weltweit ungefrorenen Süsswassers. Seine Tiefe erreicht mehr als 1500 Meter.















