Medien: US-Generalstabschef sieht Risiken bei Iran-Angriff

Keystone-SDA
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USA,

US-Generalstabschef Dan Caine hat Präsident Donald Trump und sein Team Medienberichten zufolge vor möglichen Risiken eines Militäreinsatzes im Iran gewarnt.

ARCHIV - US-Generalstabschef Dan Caine spricht während einer Pressekonferenz in Mar-a-Lago. Foto: Alex Brandon/AP/dpa
ARCHIV - US-Generalstabschef Dan Caine spricht während einer Pressekonferenz in Mar-a-Lago. Foto: Alex Brandon/AP/dpa - Keystone/AP/Alex Brandon

Das berichten unter anderem das US-Nachrichtenportal «Axios» und die «Washington Post» unter Berufung auf mit den internen Diskussionen vertraute Quellen. Trump reagierte darauf mit Kritik, ohne dabei ein genaues Medium zu nennen: In den «Fake News Medien» würden zahlreiche Berichte kursieren, dass Caine dagegen sei, dass «wir gegen den Iran in den Krieg ziehen», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die Geschichte sei zu «100 Prozent falsch».

«Axios» zufolge bezieht sich die Warnung des Generalstabschefs insbesondere auf das Risiko, in einen langwierigen Konflikt verwickelt zu werden. Nach Informationen der «Washington Post» sieht Caine in Engpässen bei wichtigen Waffen und mangelnder Unterstützung durch Verbündete ein erhebliches Risiko für einen Einsatz und für US-Personal. Demnach äusserte der Generalstabschef vergangene Woche seine Besorgnis bei einem Treffen im Weissen Haus mit Trump und dessen Beratern.

Jeder grössere Einsatz gegen den Iran sei nach Caines Einschätzung mit Herausforderungen verbunden, weil die Waffenbestände der USA durch Washingtons Unterstützung Israels und der Ukraine geschmälert worden seien. In Pentagon-Sitzungen habe der Generalstabschef zudem Bedenken zu der Möglichkeit von US-Opfern geäussert, berichtet die Zeitung.

Trump betonte in seinem Post, dass Caine genau wie andere US-Vertreter keinen Krieg wolle. Falls allerdings eine Entscheidung für ein militärisches Vorgehen gegen den Iran getroffen werde, sei der Generalstabschef der Meinung, dass es leicht sein werde, zu gewinnen.

Der US-Präsident hob auch hervor, dass er derjenige sei, der die Entscheidungen treffe. Er bekräftige dabei seine bekannte Position, dass er einen Deal mit dem Iran bevorzuge, «aber, wenn wir keinen Deal machen, wird es ein sehr schlechter Tag für dieses Land» sein.

Die USA und der Iran verhandeln derzeit über das umstrittene iranische Atomprogramm – greifbare Fortschritte gibt es bislang nicht. An diesem Donnerstag wollen die Vereinigten Staaten US-Regierungskreisen zufolge erneut mit dem Iran in Genf verhandeln.

Kommentare

User #1622 (nicht angemeldet)

Jetzt tun sie tief­sta­peln..........

Sledge Hammer

Trump steht vor der wahrscheinlich schwierigsten Entscheidung seiner Amtszeit als US-Präsident. Entweder erfüllt er die Aufgabe, für die ihn die Israel-Lobby ins Amt gebracht hat, oder er hört auf die Experten in der Armee, denn die iranische Führung hat entschieden nicht einfach einen "bloody nose strike" zu akzeptieren.

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