WEF: Gespräch zwischen Trump und Selenskyj beendet

Am WEF konnten sich die USA und die Nato auf ein Rahmenabkommen zu Grönland einigen. Heute will Donald Trump Wolodymyr Selenskyj treffen.

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Sollen sich heute in Davos treffen: Selenskyj und Trump. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim WEF konnten sich Trump und Rutte auf einen Rahmen für ein Grönland-Abkommen einigen.
  • Auch heute wird wohl der Konflikt um die zu Dänemark gehörende Insel dominieren.
  • Zudem will Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen.

Nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte verkündete Donald Trump, dass man sich bezüglich Grönland auf ein Rahmenabkommen geeinigt habe. Dieses sei die Grundlage für weitere Gespräche. Der US-Präsident sprach von einem «sehr guten Deal für alle, einem fantastischen für die USA». Details nannte er keine.

Wegen dem Grönland-Rahmenabkommen will Trump die Strafzöllen gegen Deutschland und andere europäische Länder zum 1. Februar doch nicht einführen.

Heute wird Grönland das Thema Nummer 1 am World Economics Forum bleiben. Donald Trump plant zudem ein Treffen mit Wolodymyr Selenskyj.

Im Ticker bleibst du auf dem Laufenden:

14.50: Wirtschafts- und Handelsminister haben in Davos GR an einem informellen WTO-Treffen die globalen Herausforderungen im Bereich der Handelspolitik diskutiert. Das Treffen fand am Donnerstag auf Einladung von Wirtschaftsminister Guy Parmelin statt.

Dabei wurden unter anderem mögliche Kompromisslösungen für einige Verhandlungsthemen sowie die Prioritäten für die Reform der Welthandelsorganisation (WTO) behandelt, wie Parmelins Departement mitteilte. WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala sowie 21 Ministerinnen und Minister nahmen am Treffen am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) teil.

Parmelin mit den
Parmelin mit den Wirtschafts- und Handelsministern in Davos. - keystone

Die Sitzung habe als Vorbereitung auf die 14. WTO-Ministerkonferenz gedient. Die Konferenz findet laut Communiqué im März in Kameruns Hauptstadt Jaunde statt.

Die Schweiz unterstützt ein «regelbasiertes multilaterales Handelssystem», wie es weiter hiess. Als offene Volkswirtschaft, die stark in die globalen Wertschöpfungsketten eingebunden sei, sei die Schweiz auf zuverlässige Regeln angewiesen, um die Stabilität und Vorhersehbarkeit des Handels zu gewährleisten.

Gespräch zwischen Trump und Selenskyj beendet

14.38: US-Präsident Donald Trump hat sein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski in Davos als sehr gut bezeichnet. Gegenüber Journalisten äusserte sich Trump nach dem Gespräch kurz: «Es war ein gutes Meeting.» Und er erklärte, seine Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin sei, dass der Krieg in der Ukraine enden müsse, wie SRF schreibt.

14.30: Die Rede von Wolodymyr Selenskyj schient sich zu verzögern. Zurzeit spricht auf der WEF-Bühne noch immer Prabowo Subianto, der Präsident von Indonesien.

14.15: US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj sind beim Weltwirtschaftsforum in Davos zu einem Zweiertreffen zusammengekommen. Das meldete der ukrainische Rundfunksender Suspilne unter Berufung auf Selenskyjs Sprecher Serhij Nykyforow.

Selenskyj Trump
Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj (Archivbild) - keystone

Im Mittelpunkt des Treffens stehen die Bemühungen um ein Ende des seit fast vier Jahren dauernden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Trump hatte die Begegnung am Vortag in Davos angekündigt. Selenskyj, der zunächst keine Reise in die Schweiz geplant hatte, reiste am Donnerstagvormittag an.

Um einen möglichen Ausweg aus dem Krieg soll es am Abend auch in Moskau gehen. Dort empfängt Präsident Wladimir Putin Trumps Unterhändler, Steve Witkoff und Jared Kushner.

13.30: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist kurz vor 13 Uhr in Davos eingetroffen. Laut der ukrainischen Regierung hat das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj begonnen, wie SRF berichtet. Anschliessend ist um 14.30 Uhr die WEF-Rede von Selenskyj geplant.

Selenskyj
Selenskyj ist in Davos eingetroffen. - keystone

Der ukrainische Präsident war bei seiner Ankunft von Bodyguards umringt.

Witkoff: Erwägen zollfreie Importe aus der Ukraine

13.14: Die USA könnten der Ukraine bei Zustimmung zu einen Friedensplan im russischen Angriffskrieg erlauben, zollfrei in die USA zu exportieren. «Das könnte ein Gamechanger sein», sagte der US-Unterhändler Steve Witkoff bei einer Diskussionsveranstaltung auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Das wäre für das osteuropäische Land ein immenser Konkurrenzvorteil, fuhr er fort. «Denn Sie zahlen keine Zölle für Güter, die Sie in die Vereinigten Staaten senden», sagte Witkoff an die Ukrainer gewandt weiter.

Steve Witkoff
Steve Witkoff spricht am WEF. - keystone

Der von US-Präsident Donald Trump beauftragte Unterhändler sprach zugleich von vielen Fortschritten bei den Gesprächen mit der ukrainischen Seite über den US-Friedensplan in Davos. «Ich denke, dass wir das jetzt auf ein Problem reduziert haben, und wir haben die Beseitigung dieses Problems diskutiert», sagte Witkoff. Beide Seiten seien an der Lösung der Frage interessiert. Welche das sei, sagte er nicht.

Bern und Washington starten Verhandlungen «so bald wie möglich»

12.38: Die Schweiz und die USA wollen «so bald wie möglich» die erste Verhandlungsrunde für ein Handelsabkommen aufnehmen. Laut Wirtschaftsminister Guy Parmelin wird die erste Verhandlungsrunde in Bern stattfinden.

Parmelin führte mit US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer «sehr konstruktive Gespräche», wie der Bundespräsident auf dem Netzwerk X schrieb. Das Treffen fand am Donnerstagmorgen in Davos GR am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) statt.

Am Treffen dabei war zudem Staatssekretärin Helene Budliger Artieda. In Bern würden Verhandlungen auf «technischer Ebene» geführt werden.

Das angestrebte Abkommen soll den Zollstreit zwischen Bern und Washington beilegen. Die USA erhoben vergangenes Jahr zunächst einen Zollsatz von bis zu 39 Prozent auf Schweizer Güter.

Selenskyj in der Schweiz gelandet – Rede um 14.30 Uhr geplant

10.35: Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj ist nach Medienberichten zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in der Schweiz eingetroffen. Auch das Präsidialamt in Kiew bestätigte ukrainischen Medien die Reise.

Am Mittwoch hatte Trump die Begegnung beim Weltwirtschaftsforum in Davos angekündigt. Selenskyj soll um 14.30 auch am WEF sprechen, wie es auf der Webseite des Forums heisst. Ebenfalls neu auf dem Programm steht der US-Tech-Milliardär Elon Musk. Er soll um 16.30 Uhr einen Auftritt in Davos haben.

Selenskyj
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (Archivbild). - keystone

Neben dem Treffen von Trump und Selenskyj in Davos gehen die Bemühungen um ein Ende des seit fast vier Jahren dauernden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auch heute abend in Moskau weiter. Dort soll der US-Unterhändler Steve Witkoff mit Kremlchef Wladimir Putin sprechen.

Merz: Transatlantische Partnerschaft nicht «voreilig abschreiben»

10.31: Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hat die Bedeutung der Nato betont. Merz sagte in Davos: «Lassen Sie uns bitte auch bei allem Frust und Ärger der letzten Monate die transatlantische Partnerschaft nicht voreilig abschreiben.»

Merz
Der deutsche Bundeskanzler Merz bei seiner Rede in Davos. - keystone

Das sei kein wohlfeiler Verweis auf das Prinzip Hoffnung. «Nein, wir Europäer, wir Deutsche wissen, wie kostbar das Vertrauen ist, auf dem die Nato fusst. Im Zeitalter der Grossmächte werden auch die USA auf dieses Vertrauen angewiesen sein. Es ist ihr und unser entscheidender Wettbewerbsvorteil», sagte Merz. «Autokratien mögen Untertanen haben. Demokratien haben Partner und verlässliche Freunde.»

Merz begrüsst Trump-Ankündigung zu Zöllen

10.17: Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hat das Einlenken von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Konflikt begrüsst. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos sprach er von «Schritten in die richtige Richtung».

Obwohl Trump am Vorabend seine angekündigten Sonderzölle für Deutschland und andere Unterstützer Dänemarks in der Grönland-Frage zurückgenommen hatte, betonte Merz: «Neue Zölle würden die Fundamente der transatlantischen Beziehungen untergraben. Wenn sie umgesetzt würden, wäre Europas Antwort geschlossen, ruhig, angemessen und stark.»

Der Christdemokrat betonte, Deutschland teile die Auffassung, dass die europäischen Nato-Partner mehr für die Sicherheit im Hohen Norden tun müssten. «Deutschland macht dies bereits.»

Merz
Der deutsche Bundesklazler bei seiner Rede am WEF. - keystone

«Wir werden die Prinzipien beibehalten, auf denen die transatlantische Partnerschaft gegründet ist, vor allem Souveränität und territoriale Integrität», sagte Merz.

Er begrüsste im Streit um Grönland, dass die USA die Bedrohung durch Russland in der Arktis erst nähmen. Die Bedrohung sei Teil der Rivalität von Grossmächten und ziele auf Europa wie die USA.

«Wir teilen die Überzeugung, dass wir als europäische Nato-Verbündete mehr zur Sicherung im hohen Norden als Nato machen müssen. Das ist ein gemeinsames transatlantisches Interesse», sagte der christdemokratische Regierungschef. Und: «Wir machen das im Rahmen der Nato. Wir werden mehr machen.»

Merz warnt: Nicht nur Macht zählt

10.05: Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hat auf internationaler Bühne davor gewarnt, in der geopolitischen Zusammenarbeit allein auf die Stärke und Macht einzelner zu setzen.

«Eine Welt, in der nur Macht zählt, ist ein gefährlicher Ort», sagte er auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Das gelte «erst für kleine Staaten, dann für die mittleren Mächte, und letztlich für die grossen».

Merz
Friedrich Merz bei seiner Rede am WEF. - keystone

Die grösste Stärke entstehe aus der Fähigkeit, Partnerschaften und Allianzen zu bilden, die auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt aufbauten. Welches Land er mit seiner Kritik meinte, sagte der deutsche Regierungschef nicht direkt. Merz hob zugleich aber die Bedeutung der Nato hervor.

Merz in Davos: Sind in Phase der Grossmachtpolitik

09.53: Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hat die Europäer aufgerufen, sich schnell auf die veränderten politischen Machtverhältnisse in der Welt einzustellen.

Russlands Angriff auf die Ukraine habe eine neue Ära eingeleitet, die aber über diesen Aggressionskrieg hinaus und viel weiter gehe, sagte Merz beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

China habe es in die Reihen der Grossmächte geschafft. Die USA würden in ihrer Vormachtrolle herausgefordert und veränderten ihre Aussen- und Sicherheitspolitik drastisch.

Friedrich Merz
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz am WEF. (Archivbild) - keystone

«Wir sind eine Zeit der Grossmachtpolitik eingetreten», sagte Merz. «Die neue Welt der grossen Mächte ist auf Macht, Stärke und – wenn nötig – auch Gewalt (force) gegründet. Sie ist kein kuscheliger Ort», sagte der Christdemokrat.

Diese Situation sei kein unveränderliches Schicksal, machte Merz deutlich. «Um zu bestehen, müssen wir uns mit einer harschen Realität auseinandersetzen und den Kurs mit klarem Realismus bestimmen.»

Selenskyj reist ans WEF

09.17: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist auf dem Weg ans Weltwirtschaftsforum WEF in Davos. Das teilte laut der französischen Nachrichtenagentur AFP der Berater des ukrainischen Staatspräsidenten, Dmitro Lytvyn, am Donnerstagmorgen mit.

Selenskyj
Ist auf dem Weg nach Davos: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. (Archivbild) - keystone

Lytvyn habe nicht angegeben, ob Selenskyj den amerikanischen Präsidenten Donald Trump am WEF in Davos treffen werde, hiess es weiter. Trump selber sagte am Mittwoch, er werde den ukrainischen Präsidenten in Davos treffen.

Diskussion um Trumps «Board of Peace» am WEF angekündigt

09.05: US-Präsident Donald Trump hat für Donnerstag während des Weltwirtschaftsforums in Davos GR eine Diskussion um sein «Board of Peace» für Gaza angekündigt.

Das «Board of Peace» ist Teil der von den USA eingeleiteten zweiten Phase von Donald Trumps Friedensplan zur Beendigung des Krieges im palästinensischen Gaza und soll die Nachkriegsordnung im Küstenstreifen überwachen.

Am WEF ist dazu am Donnerstag von 10.30 bis 11.30 Uhr eine Diskussion in der Kongresshalle in Davos geplant.

Die Schweiz wolle daran nicht teilnehmen, sagte Bundespräsident Guy Parmelin am Mittwochabend. Der Bundesrat wolle den Inhalt des Vorhabens zunächst prüfen. Erst danach werde er auf die Einladung Trumps antworten, hiess es auf Anfrage von Keystone-SDA beim Bund.

Soll die Schweiz Trumps «Board of Peace» beitreten?

Insgesamt sollen 60 Staaten zum Board eingeladen worden sein, darunter auch die Schweiz. Zugesagt haben bislang nur wenige Länder: Israel, Ungarn, Argentinien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Türkei, Saudi-Arabien, Vietnam und Belarus. Eingeladen ist auch der russische Präsident Wladimir Putin.

In Europa ist die Skepsis generell gross. Frankreich habe derzeit nicht vor, positiv zu antworten, hiess es aus dem Umfeld von Präsident Emmanuel Macron. Trump drohte daraufhin mit Zöllen von 200 Prozent auf französischen Wein und Champagner.

Auch eine Zustimmung Deutschlands gilt als unwahrscheinlich. Norwegen und Schweden erklärten laut Medien, den Text in seiner derzeitigen Form nicht unterzeichnen zu wollen.

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Heute soll am WEF über Trumps «Board of Peace» diskutiert werden. - keystone

Ursprünglich zielte das von den USA initiierte Gremium – zumindest offiziell – auf die Umsetzung des Gaza-Friedensplans ab. Doch längst ist die Rede davon, das sich das komplett auf Trump zugeschnittene Gremium noch vieler anderer Konflikte annehmen und Ordnung im Sinne des US-Präsidenten schaffen könnte.

Kritiker sehen den «Friedensrat» als Kampfansage Trumps an die Vereinten Nationen, zu denen er eine konkurrierende Alternative aufbauen wolle.

Medienberichte: Grönland-Deal soll auf vier zentralen Säulen beruhen

07.50: Der zwischen US-Präsident Donald Trump und Nato-Generalsekretär Rutte vereinbarte Grönland-Deal soll auf vier zentralen Säulen beruhen. Das berichtet die «Welt» unter Berufung auf Nato-Kreise.

Demnach seien erstens die Zolldrohungen gegen Europa vollständig vom Tisch.

Zweitens erhalte Trump sein Prestigeprojekt, den Bau der Raketenabwehranlage «Golden Dome». In diesem Zusammenhang werde auch das Stationierungsabkommen von 1951 neu verhandelt.

Nach Angaben der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», die sich auf Nato-Kreise beruft, betrifft der zweite Punkt auch die US-Militärpräsenz auf der Insel. Demnach soll Rutte Trump in dem Gespräch einen Vorschlag unterbreitet haben, der neben einer neuen Überwachungsmission vorsieht, dass die USA Militärbasen in Grönland übernehmen.

Rutte Trump
Habe sich auf ein Rahmenabkommen zu Grönland geeinigt: Donald Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte. - keystone

Drittens sollen die Europäer Trump laut der «Welt» ein Mitspracherecht bei der Investitionskontrolle zusichern. Konkret bedeutet dies, dass die USA ein Vetorecht hätten, falls Nicht-Nato-Staaten wie China oder Russland versuchen sollten, «auf Grönland Rohstoffe abzubauen oder Infrastruktur zu kaufen».

Der vierte und letzte Punkt verpflichtet die europäischen Nato-Partner zu einem «stärkeren Engagement in der Arktis».

Kommt Selenskyj heute ans WEF?

07.23: Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos will sich US-Präsident Donald Trump heute mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj treffen.

Zunächst nannte er den gestrigen Mittwoch als Termin, später korrigierte er die Aussage vor Journalisten und erklärte, das Treffen werde am Donnerstag stattfinden, wie der US-Fernsehsender CNN berichtete.

Donald Trump
Donald Trump plant nach eigenen Angaben ein Treffen mit Wolodymyr Selenskyj. - keystone

Er glaube, dass Selenskyj einen Deal machen wolle, behauptete Trump in Davos. «Ich denke, ich kann sagen, dass wir einigermassen nah dran sind.» Der Republikaner wiederholte seine Forderung, dass der seit fast vier Jahren andauernde Ukraine-Krieg enden müsse.

Noch keine Bestätigung von Selenskyj

Aus Kiew gab es zunächst keine Bestätigung für eine Anreise Selenskyjs. Im offiziellen WEF-Programm ist der ukrainische Staatschef auch für Donnerstag nicht aufgeführt.

Der Ukrainer hatte im Vorfeld des Weltwirtschaftsgipfels erklärt, dass er nicht plane, in die Schweiz zu reisen. Angesichts der schweren russischen Angriffe aus der Luft habe er im eigenen Land genügend Probleme zu klären. Er werde höchstens fahren, wenn es Verträge zu unterzeichnen gelte oder es neue Hilfszusagen gebe etwa bei der Flugabwehr.

Selenskyj
Kommt Selenskyj heute nach Davos? Hier ein Foto von Selenskyj am WEF im Jahr 2025. - keystone

Allerdings publizierte Selenskyj am Mittwoch nicht wie gewöhnlich seine abendliche Videoansprache an die Ukrainer, was ein Indiz für eine Reise in die Schweiz sein könnte.

Witkoff und Kushner sprechen heute mit Putin

Derweil wird in Moskau der US-Sondergesandte Steve Witkoff nach mehreren Gesprächen zwischen Amerikanern, Europäern und Ukrainern nun erneut bei Kremlchef Wladimir Putin erwartet.

Trumps Schwiegersohn Jared Kushner werde ihn erneut begleiten, sagte er. Die beiden waren bereits im Dezember zu einem Gespräch mit Putin nach Moskau gereist. Am Dienstagabend sprachen sie am Rande des Wirtschaftsforums in Davos mit dem Moskauer Unterhändler Kirill Dmitrijew.

Erhalten die USA jetzt Land auf Grönland?

03.00: Details zur Einigung zu Grönland zwischen der Nato und Donald Trump sind weiterhin unbekannt. Der US-Sender CNN berichtet aber unter Berufung auf einen Nato-Vertreter über einen Punkt, der besprochen worden ist: souveränes US-Territorium auf Grönland.

Demnach sollen die USA Land auf Grönland erhalten, um weitere Militärstützpunkte zu bauen. Das Gebiet solle als Territorium der USA gelten.

grönland
Bereits jetzt besitzen die USA eine Militärbasis auf Grönland. Es sollen bald noch mehr werden. - keystone

Ob dieser Punkt Teil des Rahmenabkommens zwischen Trump und der Nato ist, ist unklar. Eine verstärkte US-Militärpräsenz auf der Insel soll aber ein roter Faden in den Diskussionen gewesen sein.

Rutte zu Grönland: «Es gibt noch viel zu tun»

02.30: Nato-Generalsekretär Mark Rutte sieht beim politischen Streitthema Grönland noch viel Arbeit vor den beteiligten Parteien. In Gesprächen mit Donald Trump sei man übereingekommen, dass man die Arktisregion gemeinsam schützen müsse, sagte er bei Fox News.

Natürlich würden die USA aber auch ihre Gespräche mit Grönland und Dänemark fortsetzen. Etwa wenn es darum gehe, einen Zugang Russlands und Chinas zur Wirtschaft Grönlands zu verhindern.

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Am Mittwoch trafen sich Mark Rutte und Donald Trump in Davos, um über Grönland zu verhandeln. - keystone

Er halte das für ein «sehr gutes Ergebnis», sagte Rutte und schob nach: «Es gibt noch viel zu tun.» Man habe vereinbart, an der Frage zu arbeiten, was die Nato gemeinsam zum Schutz der gesamten Arktisregion beitragen könne. Es gebe viel zu tun, um sicherzustellen, dass alles Notwendige zu Land, zu Wasser und in der Luft unternommen werde, um diesen wichtigen Teil der Welt und des Nato-Gebiets zu schützen.

Die Frage, ob der Rahmen für ein mögliches Grönland-Abkommen, den Trump zuvor verkündet hatte, vorsehe, dass die weitgehend autonome Arktisinsel weiterhin zum Hoheitsgebiet Dänemarks gehöre, beantwortete Rutte nicht abschliessend. Das Thema sei in seinen Gesprächen am Abend nicht mehr zur Sprache gekommen, sagte er. Der Schwerpunkt dabei lag demnach auf dem Schutz Grönlands.

Kommentare

User #5923 (nicht angemeldet)

Warum kommt Netanjahu nicht ans WEF hat er auch GLOBUS Hausverbot ???

User #1515 (nicht angemeldet)

Die zenze braucht bald Bodyguards 🤫

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