Hass

USA sanktionieren Leiterinnen von deutscher Anti-Hass-Organisation

Keystone-SDA
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USA,

Die Amerikaner werfen einer deutschen Organisation, die sich gegen Hass im Netz einsetzt, Zensur vor. Die Chefinnen und ein Ex-EU-Kommissar werden sanktioniert.

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US-Präsident Donald Trump. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA sanktionieren die Leiterinnen der Anti-Hass-Organisation HateAid.
  • Das Einreiseverbot betrifft auch Ex-EU-Kommissar und weitere Aktivisten.
  • Das US-Ministerium wirft ihnen Zensur vor.

Die USA haben mehrere Personen mit Strafen belegt, weil sie US-Plattformen zensieren sollen.

Das von der US-Regierung verhängte Einreiseverbot wegen angeblicher Zensur amerikanischer Online-Plattformen betrifft auch die Leiterinnen der deutschen Organisation HateAid, die sich gegen Hass im Netz engagiert.

Betroffen sind die beiden Geschäftsführerinnen Anna-Lena von Hodenberg und Josephine Ballon, wie das US-Aussenministerium auf X mitteilte.

Muss die Politik mehr gegen Hass im Netz tun?

Für ihren Einsatz gegen digitale Gewalt war von Hodenberg im Oktober mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet worden.

Damals hiess es, von Hodenberg habe 2018 mit der Gründung von HateAid Pionierarbeit geleistet: Die Organisation sei die erste bundesweite Beratungsstelle, an die sich Menschen bei Fällen von Gewalt im Netz wenden können.

HateAid bietet Hilfe an, wenn sich jemand im Internet mit beleidigenden und diskriminierenden Aussagen konfrontiert sieht.

Auch Ex-EU-Kommissar betroffen

Die von der US-Regierung verhängten Einreiseverbote betreffen auch den früheren französischen EU-Kommissar Thierry Breton, der als Architekt des EU-Gesetzespakets Digital Services Act gilt, der Online-Plattformen reguliert.

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Anna-Lena von Hodenberg, Geschäftsführerin der HateAid Gmbh, spricht während einer Pressekonferenz zur Gründung der Organisation. - keystone

Ausserdem nannte das US-Aussenministerium zwei weitere Betroffene: Den Gründer der Organisation Center for Countering Digital Hate, Imran Ahmed, und die Gründerin der Organisation Global Disinformation Index, Clare Melford – beide setzen sich gegen Hass im Netz und gegen Desinformation ein.

US-Ministerium nennt Organisationsleiterinnen «radikal»

Das Ministerium hatte die Namen der fünf Betroffenen nicht sofort mitgeteilt. Die Rede war zunächst bloss von «radikalen Aktivisten» und «instrumentalisierten» Nichtregierungsorganisationen, die Zensurmassnahmen durch ausländische Staaten vorangetrieben hätten.

Sie sollen versucht haben, US-Plattformen zu zwingen, «amerikanische Standpunkte» zu unterdrücken, die sie ablehnten.

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US-Aussenminister Marco Rubio hatte zuvor auf X geschrieben: «Viel zu lange haben Ideologen in Europa organisierte Bemühungen angeführt, um amerikanische Plattformen dazu zu zwingen, amerikanische Standpunkte zu bestrafen, die ihnen nicht passen.»

Unter Präsident Donald Trump werde die US-Regierung «exterritoriale Zensur» nicht länger tolerieren und Einreiseverbote gegen «führende Persönlichkeiten des globalen Zensur-Industrie-Komplexes» ein. Man sei bereit, die Liste zu erweitern, wenn es keine Kurskorrektur gebe.

EU-Kommission bat Musk zur Kasse

Rubio und andere US-Regierungsvertreter hatten in der Vergangenheit schon mehrfach angebliche Internetzensur in Europa kritisiert.

Hintergrund war eine Entscheidung der EU-Kommission, wonach die Plattform X des Milliardärs Elon Musk wegen Transparenzmängeln eine Strafe von 120 Millionen Euro zahlen muss.

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Die EU-Kommission hat Elon Musk zur Kasse gebeten. - Keystone

Die Entscheidung löste in den Vereinigten Staaten heftige Reaktionen aus. Rubio sprach auf X von einer «Attacke auf alle amerikanischen Tech-Plattformen und das amerikanische Volk durch ausländische Regierungen». Die Tage der Online-Zensur für Amerikaner seien vorbei.

Kommentare

User #5189 (nicht angemeldet)

Wenn einer nicht kompetent ist, muss er die halbe Welt verklagen!

User #3200 (nicht angemeldet)

Die Amerikaner werfen einer deutschen Organisation, die sich gegen Hass im Netz einsetzt, Zensur vor. ¿¿¿¿¿ Die US-Amerikaner werfen einer deutschen Organisation, die sich gegen Hass im Netz einsetzt, Zensur vor.

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