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    Ungarn hält Einigung im EU-Haushaltsstreit für möglich

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    Ungarns Regierungschef Viktor Orban hält trotz der verhärteten Fronten eine Einigung im EU-Haushaltsstreit für möglich.

    Ungarns Regierungschef Orban
    Ungarns Regierungschef Orban - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ungarn sieht im EU-Handelsstreit eine Einigung für möglich.
    • Ungarns Präsident Orban sieht die Lösung als eine «Frage des politischen Willens».
    • Noch am Montag haben sich Ungarn und Polen einer Zustimmung entzogen.

    Ungarns Regierungschef Viktor Orban hält trotz der verhärteten Fronten eine Einigung im EU-Haushaltsstreit für möglich. «Viele verschiedene Lösungen sind möglich, es ist nur eine Frage des politischen Willens.» Dies sagte Orban in einem am Freitag veröffentlichten Interview.

    Für Ungarn und Polen seien Einigungen akzeptabel, «die auf Grundlage rechtlicher Standpunkte und nicht durch politische Mehrheiten» erzielt würden. «Die Gespräche müssen weitergehen und am Ende werden wir eine Einigung erreichen, so läuft es normalerweise.»

    Orban will kein Zwang per Mehrheitsbeschluss

    Ungarn und Polen hatten am Montag ihre Zustimmung zu einem 1,8 Billionen Euro schweren Finanzpaket verweigert. Grund sind Pläne, EU-Gelder bei Verstössen gegen rechtsstaatliche Grundsätze künftig zu kürzen.

    Eine schnelle Beilegung des Streits ist nicht in Sicht. Die EU-Staats- und Regierungschefs befassten sich bei einer Video-Konferenz am Donnerstagabend nur kurz mit dem Thema. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von einem «sehr ernsthaften Problem». Sie sah die Lösungssuche mit Budapest und Warschau «noch ganz am Anfang».

    ungarn wahlen
    Viktor Orbán, Ministerpräsident von Ungarn. - dpa

    Die meisten EU-Länder seien offen für die Aufnahme und Umverteilung von Flüchtlingen, sagte Orban. Er wolle verhindern, dass sein Land per Mehrheitsbeschluss gezwungen werde, Migranten aufzunehmen. «Im Mittelpunkt des ganzen Blablas steht die Frage, wie sie uns dazu zwingen können.» Dies war die Erklärung des ungarischen Regierungschefs.

    Ein in Brüssel diskutierter Lösungsansatz sind politische Zusicherungen der anderen Mitgliedstaaten an Warschau und Budapest. Änderungen an dem Rechtsstaatsmechanismus selbst gelten als schwierig. Das Europäische Parlament machte bereits am Mittwoch klar, dass es «keine weiteren Zugeständnisse» machen werde.

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