Drohnenkrieg: Ukraine und Russland melden Opfer

Keystone-SDA
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Bern,

In der Ukraine und in Russland gibt es nach gegenseitigen Drohnenangriffen massive Zerstörungen und zivile Opfer. Zwei Männer starben in der südukrainischen Stadt Krywyi Rih im Gebiet Dnipropetrowsk, wie die Militärverwaltung mitteilte. Zwei Menschen seien verletzt worden. In einem Industriebetrieb habe es Schäden und Brände gegeben. Im Gebiet Poltawa in der Zentralukraine starb laut Behörden ein Mensch bei einem Drohnenangriff. In Odessa am Schwarzen Meer meldeten die Behörden nach einem russischen Drohnenangriff einen Toten und elf Verletzte.

Eine Krankenschwester wischt Glascherben von zerbrochenen Fensterscheiben in einer Entbindungsklinik nach einem russischen Luftangriff in Odesa auf. Foto: Michael Shtekel/AP/dpa
Eine Krankenschwester wischt Glascherben von zerbrochenen Fensterscheiben in einer Entbindungsklinik nach einem russischen Luftangriff in Odesa auf. Foto: Michael Shtekel/AP/dpa - Keystone/AP/Michael Shtekel

«Der Feind hat erneut die zivile Infrastruktur der Stadt angegriffen», sagte Odessas Militärverwaltungschef Serhij Lyssak. In einem Stadtteil sei das Dach einer Geburtsklinik getroffen worden. «Glücklicherweise konnten sich das Personal und die Patientinnen rechtzeitig in einen Schutzraum begeben», sagte er. In einem mehrstöckigen Wohnhaus seien zudem zwei Stockwerke teils beschädigt worden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die Angriffe. Allein Odessa sei mit mehr als 60 Drohnen attackiert worden. «Das hat keinerlei militärischen Sinn, es handelt sich um reinen Terror gegen das normale zivile Leben», teilte er bei Telegram mit und veröffentlichte Fotos von den Schäden. «Jeder solcher Angriff beweist, dass Russland den Krieg nicht beenden will. Daher ist jede Lockerung des Drucks auf Russland gefährlich», mahnte er.

Auch in Russland gab es den Behörden zufolge erneut massive ukrainische Drohnenangriffe. Im Gebiet Jaroslawl sei ein Kind in einem Haus getötet worden, teilte Gouverneur Michail Jewrajew bei Telegram mit. Die Eltern seien mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Auch eine Frau im benachbarten Haus sei verletzt worden.

Meldungen über ukrainische Angriffe gab es zudem aus Tschapajewsk im Gebiet Samara im Süden Russlands, wo unter anderem ein für die Raketenproduktion wichtiger Betrieb Ziel gewesen ist. Das russische Verteidigungsministerium meldete insgesamt 155 abgewehrte ukrainische Drohnenangriffe, darunter auch im Gebiet Twer, Belgorod und Kursk. Zu Einschlägen, Schäden oder Opfern machte das Ministerium wie meist in den täglichen militärischen Bulletins keine Angaben.

Russland führt seit mehr als vier Jahren einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Das attackierte Land wehrt sich auch mit Gegenschlägen gegen Ziele in Russland gegen die Invasion.

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Kommentare

User #2129 (nicht angemeldet)

In einem Krieg gibt es nur Verlierer beim einfachen Volk..Die Reichen und Machtgeilen verdienen gut an dem Krieg,traurig..

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