Ungarn will Gaslieferungen an Ukraine stoppen
Viktor Orbán will die Gaslieferungen von Ungarn in die Ukraine schrittweise einstellen. Hintergrund ist der Streit um die Druschba-Pipeline.

Der Streit um die Druschba-Pipeline zwischen der Ukraine und Ungarn setzt sich fort, berichtet die «Berliner Zeitung». Die Öllieferungen sind seit Wochen unterbrochen.
Die Ukraine führt dies auf einen russischen Drohnenangriff zurück. Ungarn und die Slowakei werfen wiederum Kiew vor, die Lieferungen aus politischen Gründen zu blockieren.
Orbán erklärte: «Solange die Ukraine kein Öl liefert, wird sie auch kein Gas aus Ungarn erhalten.» Diese Aussage markiert eine deutliche Eskalation des Konflikts zwischen den beiden Ländern.
Energieversorgung der Ukraine gefährdet
Die Ukraine bezog im vergangenen Jahr 45 Prozent ihrer Gasimporte über Ungarn. Im Januar sank der Anteil auf 38 Prozent, wie das «Handelsblatt» schreibt.
Die ungarischen Gaslieferungen sind für die Energieversorgung des Landes von kritischer Bedeutung.
Eine Branchenquelle erklärte, dass die Ukraine für März 180 Millionen Kubikmeter Gas bestellt habe. Das entspricht 28 Prozent der gesamten ukrainischen Gasimporte.
Ungarn blockiert EU-Kredit und Russland-Sanktionen
Orbán kündigte an, bei der nächsten Regierungssitzung einen «wichtigen Vorschlag» vorzulegen, schreibt die «Berliner Zeitung». Er warf der Ukraine Angriffe auf eine südliche Gaspipeline vor.

Am Mittwoch floss nach Angaben des ungarischen Pipelinebetreibers noch Gas in die Ukraine. Die Ankündigung einer schrittweisen Reduktion deutet auf eine strategische Eskalation hin.
Im Streit hat Orbán bereits einen EU-Kredit über 90 Milliarden Euro für die Ukraine blockiert. Zudem hat das Land neue Sanktionen gegen Russland verhindert, wie der «ORF» berichtet.
















