Krieg

Türkei will sich aus Krieg in Nahost heraushalten

Esada Kunic
Esada Kunic

Türkei,

Die Türkei will sich aus dem Krieg in Nahost heraushalten. Aussenminister Hakan Fidan bekräftigt diese Position.

fidan krieg in nahost
Die Türkei wolle sich aus dem Krieg in Nahost heraushalten, bekräftigt Aussenminister Hakan Fidan. - keystone

Der Iran-Krieg dauert nun bereits fünfzehn Tage an. Die Türkei bemüht sich, nicht hineingezogen zu werden, berichtet «Euronews».

Aussenminister Hakan Fidan betonte gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press die klare Position seines Landes. Die Türkei wolle sich aus dem Krieg in Nahost heraushalten.

Glaubst du an eine baldige Lösung im Nahost-Krieg?

Ankara sieht sich dennoch mit Herausforderungen konfrontiert. Drei Raketen aus Iran wurden über der Türkei von NATO-Systemen abgeschossen, wie «Euronews» meldet.

Provokationen trotz Neutralität

Die Daten würden trotz Dementis aus Teheran klar auf Iran hindeuten. Eine militärische Antwort plane Ankara dennoch nicht, so Fidan laut «Euronews».

Fidan erklärte, Ankara sei sich der Provokationen bewusst. «Aber unser Ziel ist es, ausserhalb dieses Krieges zu bleiben», zitiert «Euronews» den Aussenminister.

Für Verhandlungen zwischen den USA und Iran gebe es derzeit keinen ernsthaften Vorstoss. Teheran sei aber für Diplomatie über inoffizielle Kanäle offen, schätzt Fidan.

Diplomatie statt Eskalation

Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul forderte bei einem Treffen mit Fidan eine diplomatische Lösung, berichtet die «Jüdische Allgemeine».

Krieg in Nahost Wadephul
Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul forderte bei einem Treffen mit Fidan eine diplomatische Lösung im Krieg in Nahost. - keystone

Eine verlässliche Lösung könne nur auf diplomatischem Weg erreicht werden.

Europa sei kein unbeteiligt zuschauender Dritter, ergänzte Wadephul laut der «Jüdischen Allgemeinen». Wirtschaftliche Auswirkungen seien bereits spürbar.

Bevölkerung lehnt Krieg in Nahost ab

Die türkische Gesellschaft lehnt den Krieg gegen Iran geschlossen ab. Bei wenigen Themen herrscht ein so breiter Konsens wie hier, schreibt «Zenith».

Die anti-israelische Haltung präge die Sichtweise auf den Konflikt massgeblich. Auch der weit verbreitete Anti-Amerikanismus spiele eine Rolle.

Nach dem ersten Raketenangriff betonte Ankara seine Neutralität und bestellte den iranischen Botschafter ein. Fidan warnte, solche Vorfälle dürften sich nicht wiederholen.

Kommentare

User #1583 (nicht angemeldet)

…können sie nicht, sonst müssten sie sich aus Zypern zurückziehen…!

User #5435 (nicht angemeldet)

Aber vielleicht geht eine Delegation der Schweizer Trumpjünger. Minenräum-Trupp wird geführt von Admiral Köppel, Dani Stricker holt die Minen ein.

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