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Trump drängt Nato zu Hilfe bei Strasse von Hormus - und droht

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USA,

Im Iran-Krieg erhöht US-Präsident Donald Trump den Druck auf die Verbündeten. Er fordert Nato-Partner zur Sicherung der Hormus-Strasse auf.

Donald Trump Hormus Iran
Donald Trump hat das Chaos an der Strasse von Hormus durch seinen Krieg im Iran verursacht, nun fordert er seine Verbündeten zur Hilfe auf. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Trump fordert Nato-Partner auf, Kriegsschiffe in die Strasse von Hormus zu schicken.
  • Er warnt gar, ohne Unterstützung drohe der Nato eine «sehr schlechte» Zukunft.

US-Präsident Donald Trump drängt im Iran-Krieg die Nato-Verbündeten mit drastischen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Strasse von Hormus. Die Nato werde vor einer «sehr schlechten» Zukunft stehen, sollten US-Partner dabei nicht helfen, sagte Trump in einem kurzen Interview mit der «Financial Times». Sollte es «keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der NATO sein», wurde Trump zitiert.

Sollten europäische Staaten Kriegsschiffe zur Sicherung der Strasse von Hormus entsenden?

In dem Zusammenhang erwähnte Trump in einem achtminütigen Gespräch demnach auch China. Die Volksrepublik sei wie Europa – und anders als die USA – stark vom Öl aus der Golfregion abhängig, wurde Trump weiter zitiert. Tatsächlich beziehen die Europäer aber nur einen Bruchteil der Ölmenge aus dieser Weltregion, den China von dort importiert. Ein in diesem Monat in China geplantes Gipfeltreffen mit Staatspräsident Xi Jinping könne er verschieben, sagte Trump der Zeitung zufolge.

Trump erwartet von Nato-Partnern Dankbarkeit

Es sei «nur angemessen, dass diejenigen, die von der Meerenge profitieren, dazu beitragen, dass dort nichts Schlimmes passiert», wurde der Republikaner zitiert. Trotz seiner Warnung an die Adresse der Nato zeigte er sich demnach pessimistisch, dass die Verbündeten seinen Appellen Gehör schenken würden.

«Wir hätten ihnen in der Ukraine nicht helfen müssen. Die Ukraine ist Tausende von Kilometern von uns entfernt. Aber wir haben ihnen geholfen», wurde Trump mit Blick auf die Nato zitiert. «Jetzt werden wir sehen, ob sie uns helfen. Denn ich habe schon lange gesagt, dass wir für sie da sein werden, sie aber nicht für uns. Und ich bin mir nicht sicher, ob sie da sein werden.»

Krieg in Nahost Hormus
Die Meerenge von Hormus steht im Krieg in Nahost im Zentrum. - keystone

Auf die Frage der «Financial Times», welche Hilfe er genau erwarte, habe Trump erwidert: «Was auch immer nötig ist.» Er habe hinzugefügt, dass die Verbündeten Minensuchboote entsenden sollten, von denen Europa viel mehr besitze als die USA. Ausserdem deutete er an, dass er Hilfe dabei erwarte, «einige böswillige Akteure an der (iranischen) Küste auszuschalten».

Keine Reaktion aus China, Absagen aus Japan und Australien

Aus Peking gab es zunächst keine Reaktion auf Trumps Äusserung, wonach neben den USA auch andere Staaten Kriegsschiffe entsenden könnten, um die Strasse von Hormus sicher und offen zu halten. Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, dass «hoffentlich» China, Frankreich, Japan, Südkorea, Grossbritannien und andere Länder Kriegsschiffe entsenden würden.

Das «Wall Street Journal» berichtete unter Berufung auf US-Beamte, die Regierung in Washington werde voraussichtlich schon in dieser Woche bekanntgeben, dass mehrere Länder sich zur Bildung einer Koalition bereit erklärt hätten, die Schiffe durch die Meerenge eskortieren soll. Die USA und potenzielle Koalitionsländer diskutierten noch darüber, ob diese Einsätze vor oder nach Kriegsende beginnen sollen, berichtete die Zeitung.

Donald Trump
Donald Trump will für den Schutz der Strasse von Hormus Unterstützung von den Nato-Ländern und droht bei einer Absage mit Konsequenzen. - Keystone

Zumindest Japan und Australien haben sich schon einmal zu Wort gemeldet und werden keine Kriegsschiffe in die Meerenge schicken. Auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hatte schon am Freitag einem solchen Militäreinsatz eine Absage erteilt. Deutschland sei nicht Teil dieses Kriegs «und wir wollen es auch nicht werden», betonte er.

Der Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus, die sehr wichtig ist für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas, ist wegen des Kriegs und drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen.

Kommentare

User #4265 (nicht angemeldet)

Trump kann wie immer nur drohen. Es gibt wirklich keinen Grund, warum die NATO sich in diesen Krieg einmischen soll. Iran wurde angegriffen von Israel und Amerika und nicht Iran hat die anderen Länder angegriffen.

User #4253 (nicht angemeldet)

ER hat sich verrechnet - und nun braucht er Hilfe, von denen, die er ständig mit Zöllen belegt? Vergiss es , Trump.

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