Trump: «War nie ein Fan des Vietnamkriegs»

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    Grossbritannien,

    US-Präsident Donald Trump ist nach seinen eigenen Worten noch «nie ein Fan» des Vietnamkriegs gewesen.

    US-Präsident Donald Trump
    US-Präsident Donald Trump - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • US-Präsident rechtfertigt seine Nicht-Teilnahme am Vietnamkrieg.

    Er bedaure in keinster Weise, nicht in dem Krieg gedient zu haben, sagte Trump dem britischen Fernsehsender ITV am Mittwoch während seiner Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag des D-Day in Grossbritannien.

    «Lassen Sie mich ehrlich sein, ich war nie ein Fan dieses Krieges. Ich hielt ihn für einen schrecklichen Krieg. Ich fand, er war sehr weit weg», sagte Trump und fügte hinzu: «Jeder spricht über Vietnam und zugleich hat damals niemand je von diesem Land gehört. Es ist nicht dasselbe wie 'Ich kämpfe gegen Nazi-Deutschland, wir kämpfen gegen Hitler.'»

    Seit seinem Amtsantritt als US-Präsident hat Trump immer wieder verschiedene Gründe dafür angeführt, warum er nicht am Vietnamkrieg teilgenommen hat. Als Absolvent der Wharton School of Finance im Jahr 1968 hätte Trump damals verpflichtet werden können - rund eine halbe Million US-Soldaten waren in jenem Jahr im Einsatz. Trump entging dem Einsatz in Vietnam zunächst wegen mehrerer Freistellungen, die er als Student bekam. Später erhielt er eine medizinische Befreiung, nachdem ein Arzt einen Fersensporn diagnostiziert hatte.

    Viele junge Männer, die wie Trump aus wohlhabenden Familien stammten oder die Möglichkeit hatten zu studieren, konnten sich einem Einsatz in Vietnam entziehen, darunter auch die früheren US-Präsidenten George W. Bush und Bill Clinton.

    Trump hatte sich in der Vergangenheit auch abwertend über Vietnamkriegsveteranen geäussert, insbesondere über den republikanischen Senator John McCain, der vor seinem Tod im vergangenen August als hartnäckiger innerparteilicher Kritiker Trumps galt. 2015 hatte er McCain, der in Vietnam in Gefangenschaft geraten und dort gefoltert worden war, verspottet und ihm den Status als «Kriegsheld» abgesprochen. «Ich mag Leute, die nicht gefangen genommen worden sind», erklärte Trump damals.

    Im Interview mit ITV sagte Trump nun, es wäre ihm eine «Ehre» gewesen, an einem Krieg teilzunehmen, den er unterstützt hätte. Dass er nie in einem Militäreinsatz war, mache er aber nun durch die erhöhte Finanzausstattung des Pentagon wieder wett. «Ich denke, ich gleiche das gerade wieder aus», sagte Trump.

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